Besuch aus dem Sultanat Brunei im Klinikum
Eine Abordnung aus dem Sultanat Brunei informierte sich im Klinikum Nürnberg über das hiesige Krankenhauswesen.
Der stellvertretende Gesundheitsminister von Brunei, Pehin Haji Hazair bin Haji Abdullah, und seine Begleitung – Ärzte und Verwaltungskräfte –, waren zu Gast bei Professor Dr. Dr. Mark Farmand, Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie. Sie bekamen ein umfangreiches Programm geboten und interessierten sich sowohl für medizinische als auch organisatorische Fragen.
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Bei einer Führung durch das Klinikum Süd konnte sich die Delegation aus dem kleinen Staat im Nordosten Borneos einen Eindruck vom Krankenhausablauf machen. Farmand erklärte den Aufbau der Stationen in seiner Abteilung, zeigte den ambulanten Operationstrakt und erläuterte moderne Operationstechniken. Auch andere Abteilungen, wie Röntgenabteilung, die Kinderklinik sowie die pädiatrische Intensivstation bekamen die Besucher zu sehen. Selbst für einen Abstecher in das Nordklinikum blieb noch Zeit, wo Klinik-Direktor Dr. Alfred Estelmann die Gäste empfing und Stephan Kolb die Fortbildungsmöglichkeiten am Klinikum in einem kurzen Vortrag darstellte. Von einander lernen Für die Gäste aus Fernost, den stellvertretenden Gesundheitsminister, die begleitenden Ärzte und den weiblichen Vorstand des größten Krankenhauses in Brunei, war besonders das Management eines so großen Krankenhauses wie Nürnberg sehr interessant. Das Gesundheits- und Versicherungssystem in Deutschland sowie die Ausbildung der Ärzte und des Pflegepersonals waren ein weiteres Anliegen der Delegation. In einem Vortrag stellte Farmand die Bedeutung der Doppelapprobation zum Arzt und Zahnarzt für das Fach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie dar – in den asiatischen Ländern ist nur die Einfachapprobation üblich. |
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Hoher Standard auch in Brunei
Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der Modernität des Klinikums. „We are very impressed“, lobte eine Medizinerin aus Brunei. Farmand verweist auf den hohen gesundheitlichen Standard im Heimatland der Besucher: „Der Standard lässt sich durchaus mit deutschen Kliniken vergleichen“, meint er und fügt hinzu, dass die Mehrheit der Ärzte dort weiblich ist, ein Stand „den wir jetzt gerade mal erreichen.“ Er selbst weilte bereits mehrere Male in Brunei, da er schon seit 20 Jahren persönlichen und wissenschaftlichen Kontakt mit dem Chefarzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der größten Klinik Bruneis pflegt.
Brunei stellt seiner Bevölkerung eine kostenlose Medizin auf hohem Niveau zur Verfügung und bemüht sich sehr um die Gesundheit des eigenen Volkes. Das Land lässt sehr viele seiner Ärzte und Pfleger im Ausland gut ausbilden. Patienten, die nicht im Land behandelt werden können, würden zudem im Ausland kostenlos auf Staatskosten behandelt, erklärt der stellvertretende Gesundheitsminister stolz. Dieser Reichtum ist den Erdöl- und Erdgasvorkommen auf Brunei geschuldet.
Know-how aus dem Klinikum
Den bestehenden engen Kontakt wollen beide Seiten weiter ausbauen. Bereits in den vergangenen Jahren wurden Pflegekräfte aus Brunei im Klinikum Süd weitergebildet. Und schon im nächsten Jahr wird Farmand einen Arzt aus dem Sultanat zum Facharzt für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie ausbilden.
Autorin/Autor: Justina Mehringer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

