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Bauarbeiten im Klinikum Nord schreiten voran

Die Bauarbeiten für das Dr.Theo-Schöller-Haus, der letzten Etappe des Umbaus am Klinikum Nord, entwickeln sich nach Plan.

Der unterirdische Versorgungsgang, der den Neubau Ost mit dem geplanten Dr.Theo-Schöller-Bau im Süden verbinden soll, ist nun fertiggestellt. Der Versorgungsgang Nord wird – wie geplant – Ende 2009 abgeschlossen sein und bereits im August kann mit dem Abriss der alten Gebäude, die dem Neubau weichen müssen, begonnen werden. Der geplanten Eröffnung des Dr.Theo-Schöller-Baus Ende 2012 steht nichts im Wege.

Vom Fortschritt des Bauvorhabens für das nach ihrem Mann benannte Gebäude konnte sich auch die Mäzenin des Klinikums, Friedl Schöller, überzeugen. Klinikum-Vorstand Alfred Estelmann und Bauchef Karlheinz Moßner erläuterten ihr während eines Rundganges die einzelnen Abschnitte. Wie die jetzt noch klaffende Baugrube im nördlichen Teil, die mehrere Stockwerke in die Tiefe geht, am Jahresende aussehen wird, davon vermittelt der bereits fertiggestellte Versorgungsgang Süd einen Eindruck.

Der Gang ist eigentlich eine Straße: Etwa 200 kleine Elektroautos werden in Zukunft Essen, Wäsche, Medikamente zwischen dem Versorgungszentrum im Westteil des Klinikums und dem Dr.Theo-Schöller-Haus hin und her transportieren – an der Oberfläche wird es nach der kompletten Inbetriebnahme wesentlich ruhiger zugehen als jetzt. High-Tec befindet sich ebenfalls in den Katakomben. Ein komplexes System aus Edelstahlrohren versorgt die Gebäude mit Fernwärme, Strom und sorgt für Lüftung – alles computergesteuert.

Bauchef Karlheinz Moßner erläurtert Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann, Friedl Schöller und deren persönlichen Berater Gerhard Sußbauer den Baufortschritt
 

Alles unter einem Dach

Der zukünftige Komfort hat seinen Preis. Die Kosten allein für die Versorgungsgänge belaufen sich auf ca. 12,5 Millionen Euro. Noch einmal 70 Millionen Euro werden es für den geplanten Neubau sein, an denen sich der Freistaat mit 55 Millionen Euro beteiligen wird. Den Rest trägt das Klinikum, da die Schöller-Stiftung sich nicht am Bauvorhaben, sondern an der medizintechnischen und wohnlichen Ausstattung des Gebäudes beteiligt. Dieses wird die Geriatrie, das Zentrum für Altersmedizin, eine Gerontopsychiatrische Tagesklinik, die Palliativstation sowie verschiedene Labore, die Mikrobiologie sowie die Transfusionsmedizin und internistische Pflegebetten unter seinem Dach auf vier Stockwerken aufnehmen. Auf dem Dach ist zudem der neue Hubschrauberlandeplatz vorgesehen.

Auch oberirdisch wird es eine Ost-West-Verbindung für die Fußgänger geben. Auf der überdachten Magistrale können sowohl Patienten als auch Besucher trockenen Fußes zwischen den Gebäuden verkehren. Am Schluss wird es vier große Blöcke geben, die insgesamt miteinander verbunden sind. Bauchef Moßner erläutert die Vorteile der Umbaumaßnahmen: „Durch den Neubau gibt es kürzere Wege, das bedeutet auch wirtschaftlicheren Betrieb.“ Neben den wirtschaftlichen Vorteilen sieht Klinikum-Vorstand Estelmann auch den Nutzen für die Patienten. „Kurze Wege zwischen den einzelnen Untersuchungen, denen sich Patienten häufig unterziehen müssen, bedeuten für sie mehr Komfort und auch mehr Sicherheit“, fügt er hinzu. Bis 2012 ist es nicht mehr weit. In der Zwischenzeit müssen sowohl von Patienten, Besuchern und den Mitarbeitern des Klinikums die Einschränkungen durch die Baumaßnahmen in Kauf genommen werden.

Autorin/Autor: Justina Mehringer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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