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Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Über uns >> 2009 >> Perinatalzentrum zertifiziert

Perinatalzentrum zertifiziert

Das Perinatalzentrum der höchsten Leistungsstufe (Level 1) im Klinikum Süd bietet Mutter und Kind die höchste Sicherheit rund um die Geburt ? auch wenn die beiden es nicht brauchen.

Im Perinatalzentrum im Klinikum Nürnberg Süd arbeiten die Klinik für Geburtshilfe und das Kinderzentrum eng zusammen. Als ein Zentrum der höchsten Leistungsstufe (Level 1) muss es dabei den höchsten Standards genügen. Nun hat sich das Perinatalzentrum die hohen Ansprüche an die eigene Qualität zusätzlich noch zertifizieren lassen.

Abgespannt und müde, aber auch glücklich und erleichtert schmiegt sich Nicole Kunkel an ihren Sohn Denniz.  Das Neugeborene kam vor zwei Stunden im Perinatalzentrum des Klinikums Nürnberg auf die Welt. Alles lief nach Plan, es gab keine Komplikationen. Denniz ist eines von über 2.200 Kindern pro Jahr, die im Klinikum das Licht der Welt erblicken.

Die Einrichtung, in dem die Klinik für Frauenheilkunde und das Kinderzentrum eng verzahnt zusammenarbeiten, gehört zu den größten ihrer Art in Bayern und wurde jetzt zertifiziert. Damit verbunden sind Nachweis und Anerkennung dafür, dass hier Schwangerschaften und Geburten auf höchstem Niveau betreut werden. Insbesondere bei Risikoschwangerschaften bietet die lückenlose Versorgung im Perinatalzentrum ein Höchstmaß an Sicherheit. ?Wir setzen uns weit vor dem Entbindungstermin zusammen und entscheiden, was im Einzelfall zu tun ist?, erklärt Prof. Holger Schiffmann, Chefarzt des Kinderzentrums, ?und werden nicht erst dann aktiv, wenn etwas schief läuft.?

Sichere Geburt für Denniz: Die Mutter Nicole Kunkel (Mitte), dahinter: der Vater Yener Gökdincer, Prof. Cosima Brucker, Prof. Jan-Holger Schiffmann und die Hebamme Lena Ontrup (v.l.n.r.)
 

So kann es sein, dass ein Fötus nicht richtig wächst oder Fehlbildungen zu erkennen sind.  In solchen Fällen ist es laut Prof. Cosima Brucker, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde, von unschätzbarem Vorteil, wenn alle Beteiligten frühzeitig informiert sind, um geeignete Maßnahmen einzuleiten. Doch nicht immer sind Komplikationen vorhersehbar wie etwa bei einer vorzeitigen Ablösung der Plazenta oder einem Knoten in der Nabelschnur. Auch hier hilft der ständige Informationsaustausch zwischen den Fachdisziplinen wie auch die räumliche Nähe. In Notfallplänen, sogenannten Alarmierungsketten, ist genau festgelegt, was zu tun ist. Immer wieder ist das Perinatalzentrum auch Anlaufstelle für werdende Eltern, wenn eine Hausgeburt nicht so verläuft wie gewünscht.

Trotz der Größe, betont Brucker die persönliche Betreuung der werdenden Mütter und Väter: ?Schwangerschaft und Geburt stehen ja ganz weit oben in dem emotionalen Empfinden eines Paares. Wir achten deshalb sehr auf eine häusliche Atmosphäre und bieten neben dem Kreißsaal seit einem Jahr auch ein spezielles Familienentbindungszimmer an.? Und wie eine schwangere Patientin gerne entbinden möchte -  Vierfüßlerstand, Wanne, Gebärhocker ? ist ihre Entscheidung. Rechtzeitig vor der Geburt wie auch danach ist eine Hebamme für die persönliche Betreuung verantwortlich. Bei Bedarf können Familien den psychosozialen Dienst in Anspruch nehmen, eine Nachsorgeschwester hilft, wenn es vom Krankenhaus wieder nach Hause geht.

Perinatalzentrum

Autorin/Autor: Axel Bredehöft, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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