Neuer Chefarzt der Psychiatrie

Prof. Dr. Thomas Hillemacher ist Experte für Suchterkrankungen und geriatrische Psychiatrie

ADHS, Angst, Borderline, Demenz, Depression, Essstörungen, Schlafstörungen, Schizophrenie, Suchterkrankungen, posttraumatische Belastungsstörungen – bei den Ursachen für Fehlzeiten am Arbeitsplatz liegen seit Jahren psychische Erkrankungen auf Platz eins. Immer weniger kommen Menschen mit kritischen Lebensereignissen zurecht, die Patientenzahlen in den psychiatrischen Kliniken steigen.

Seit 15. Oktober ist Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher neuer Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum Nürnberg, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

Der 45-Jährige ist in Franken aufgewachsen, studierte Humanmedizin in Erlangen und hat sich u.a. auf  Suchterkrankungen (Medien-, Spiel-, Alkohol- und Drogensucht) sowie psychische Erkrankungen im Alter spezialisiert. Zuletzt war er als Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor an der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig.

Prof. Dr. Thomas Hillemacher
 

Der Neue bringt Erfahrung aus einem großen Klinikum mit

Ausschlaggebend für die Wahl Hillemachers war, dass er klinische Erfahrungen aus einem großen Klinikum mitbringt und „nicht aus einer verträumten Klinik im Allgäu“, wie Univ.-Prof. Dr. Dr. Günter Niklewski, Vorstand Medizin und Entwicklung des Klinikums Nürnberg betont. Als nunmehr ehemaliger Chefarzt der Klinik räumt er ein, dass sich die Klinik unter seiner Leitung „in den vergangenen Jahren stark auf die Depression konzentriert“ habe. Umso mehr freut er sich, mit Hillemacher einen ausgewiesenen Sucht- und Altersexperten als seinen Nachfolger vorstellen zu können.

Neben Alkohol- und Drogensucht spielt die Medien- und Spielsucht eine immer größere Rolle. „Die Technik entwickelt sich so schnell weiter, dass wir der Entwicklung immer etwas hinterherhinken“, gesteht Hillemacher. Betroffen sind nicht nur junge Menschen, sondern auch viele 40- bis 50-Jährige erliegen der Spiel- und Computersucht. „Dabei ist jede Form von Sucht gut heilbar, doch viel zu wenig Betroffene finden den Weg in eine Suchtbehandlung“, berichtet der Chefarzt. So werden lediglich zehn Prozent der Alkoholabhängigen ärztlich behandelt.

Auch bei anderen psychischen Erkrankungen wie z.B. bei dementiellen oder affektiven Störungen steigen die Patientenzahlen. Dies liegt zum einen an der wachsenden Zahl älterer Menschen, zum anderen an einer verstärkten Sensibilität für psychische Probleme. Psychische Erkrankungen werden heute viel früher diagnostiziert, und auch die Akzeptanz in der Gesellschaft ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. 

Umfassendes Leistungsspektrum, exzellente Vernetzung

Bei der Behandlung psychischer Erkrankungen sieht Hillemacher das Klinikum Nürnberg gut aufgestellt. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie bietet mit  ihrer Institutsambulanz, Notfallambulanz, zehn Stationen und vier Tageskliniken ein umfangreiches Behandlungsangebot für alle psychiatrischen Erkrankungen und Störungen. Mit 189 stationären und 90 teilstationären Behandlungsplätzen zählt sie zu den größten psychiatrischen Kliniken in der Metropolregion Nürnberg. Diagnose und Therapie entsprechen den aktuellen wissenschaftlichen Anforderungen. 

Darüber hinaus lobt Hillemacher die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Klinikum Nürnberg sowie die enge Vernetzung mit städtischen und regionalen Kooperationspartnern. „Die Zusammenarbeit von Geriatrie, Psychiatrie und Neurologie im Zentrum für Altersmedizin des Klinikums Nürnberg ist vorbildhaft“, findet er. Diese Kooperationen will er als Chefarzt weiter ausbauen.

Auch im Klinikum Nürnberg selbst warten neue Herausforderungen auf ihn. In den nächsten Jahren soll am Standort Klinikum Nürnberg Nord ein neues Zentrum für seelische Gesundheit mit ca. 200 Behandlungsplätzen entstehen. Die ersten Planungen dafür laufen. Mit seiner Chefarztposition übernimmt Hillemacher zugleich die Professur für Psychiatrie an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Hier wird er seine beiden Forschungsschwerpunkte, Suchterkrankungen und geriatrische Psychiatrie, weiter verfolgen.

 

Autorin/Autor: Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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