"Ein überzeugter Kommunaler geht"

Nach zehn Jahren als Vorstand des Klinikums Nürnberg verabschiedet sich Dr. Alfred Estelmann in den Ruhestand.

Nach zehn Jahren als Vorstand des Klinikums Nürnberg, eines der größten kommunalen Krankenhäuser in Europa, geht Dr. Alfred Estelmann (64) am 1. September in den Ruhestand. Seine Karriere im Klinikum Nürnberg begann allerdings schon deutlich früher: Angefangen hat er als Assistenzarzt in der Kinderklinik im Januar 1983, also vor über 34 Jahren.

„Persönlich bedauere ich das Ausscheiden von Dr. Estelmann sehr“, gesteht Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg und Verwaltungsratsvorsitzender des Klinikums Nürnberg. Er habe sich immer gut mit ihm verstanden und seine  Verlässlichkeit geschätzt.  „Mit ihm geht ein überzeugter Kommunaler, der den kommunalen Versorgungsauftrag sehr ernst genommen hat.“

Ein Krankenhaus zu leiten, sei heutzutage immer "ein Spagat zwischen dem Faktor Mensch und der Apparatemedizin sowie zwischen Humanmedizin als menschlicher Medizin und Effizienz – und dies bei Aufrechterhaltung der schwarzen Null". Diesen Spagat zu meistern, dafür habe Estelmann unermüdlich gearbeitet. „Mit großem Erfolg “, wie Maly hervorhebt.

Dr. Alfred Estelmann (li.) und Dr. Ulrich Maly (li.)
 

Meilensteine der Ära Estelmann

Als Meilensteine in den zehn Jahren mit Estelmann als Vorstand nennt er die Gründung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität am Standort Nürnberg, den Abschluss der grundlegenden Erneuerung des Klinikums Nürnberg Nord mit dem Dr. hc Theo Schöller-Haus oder die Bündelung des medizinischen Angebots in patientenorientierten Organzentren. „Das 2011 eröffnete Herz-Gefäß-Zentrum ist nicht nur ein Haus, sondern ein kooperatives Angebot für die Patienten.“

Estelmann bedankt sich für den unverbrüchlichen Rückhalt als Vorstand über all die Jahre hinweg bei der Kommunalpolitik, dem Verwaltungsrat und persönlich bei Dr. Maly als Verwaltungsratsvorsitzenden. „Das Vertrauen und der Rückhalt, die ich hier bekommen habe, waren die Grundlagen für den Erfolg meiner Arbeit“, betont er.

Gemeinsame Weichenstellungen mit dem Nachfolger

Zum 1. September tritt sein Nachfolger, Prof. Dr. Achim Jockwig, seine Aufgabe als Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg. „Ich kann das Klinikum Nürnberg beruhigt übergeben“, freut sich Estelmann. Die zukünftigen Weichenstellungen des Klinikums Nürnberg wurden bereits gemeinsam mit dem Verwaltungsrat und dem neuen Vorstandsvorsitzenden getroffen. „Ein so  lückenloser Übergang ist keine Selbstverständlichkeit“, ergänzt Maly, der sich vom „Neuen“ Kontinuität und attraktive Angebote wünscht, die über die Stadtgrenzen hinaus Zeichen setzen.

Seinen Vertrag als Vorstand noch einmal zu verlängern, kam für den scheidenden Klinikum-Vorstand nicht in Frage: „Ich hätte nicht mehr die Luft, noch weiter zu arbeiten“, gibt er zu. Für die Zukunft hat er noch nichts geplant. Als bekennender Workaholic will er zunächst „den Entzug überstehen und dann sehen, wozu ich Lust habe.“

Estelmann wurde 1952 in Nürnberg geboren. Parallel zum Gymnasium absolvierte er eine Bäckerlehre. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und Humanmedizin. Seine ärztliche Tätigkeit begann er 1983 in der Kinderklinik.

Ab 1989 beschäftigte er sich zusätzlich mit dem Aufbau einer Patientenorientierten Integrierten Datenverarbeitung (PID), dann bereitete er im Amt für Organisation und Informationsverarbeitung der Stadt Nürnberg die Umwandlung der Klinikums Nürnberg von einem Regiebetrieb der Stadt in ein selbstständiges Kommunalunternehmen mit vor.

Im Januar 1998 kehrte er als Leiter des Ressorts Medizinische Dienstleister ins Klinikum zurück.  Seit Juli 2002 war er Vertreter des Vorstands des Klinikums. Im Januar 2006 wurde er  zusätzlich  Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH. Am 1. September 2007 wurde er Vorstand des Klinikums Nürnberg.

Autorin/Autor: D. Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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