Ehrenamtliche Demenzbegleiter gesucht

Informationsabend und Anmeldung zur Schulung am 21.06.2017

Die steigende Zahl von Menschen mit Demenz stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Auch und gerade Krankenhäuser spüren die Zunahme hochbetagter Patienten.

„Schon heute machen die über 65-Jährigen über die Hälfte aller Krankenhaus-Patienten aus“, erklärt Univ.-Prof. Dr. med. univ. Markus Gosch (l.), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2, Schwerpunkt Geriatrie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität im Klinikum Nürnberg. Bei den über 90-Jährigen ist es bereits jeder Dritte. „Kaum eine Station ist nicht mit den Herausforderungen kognitiv eingeschränkter Patienten konfrontiert.“

Das nötige Maß an zeitaufwändiger Unterstützung stellt eine hohe, zusätzliche Belastung für das professionelle Pflege-Mitarbeitern dar, die im Stationsalltag kaum mehr zu leisten ist. Darum setzt das Klinikum Nürnberg seit 2011 ehrenamtliche Demenzbegleiter auf den Stationen ein.

Inzwischen gibt es im Klinikum Nürnberg insgesamt 33 solcher freiwilligen Helfer. Elke Kaufmann (m.), Koordinatorin des Zentrums für Altersmedizin im Klinikum Nürnberg, zieht ein durchweg positives Zwischenfazit der vergangenen sechs Jahre: „90 Prozent unseres Pflegepersonals empfindet die Demenzbegleiter als große Erleichterung. Bei den Patienten sehen wir spürbare Verbesserungen im kognitiven, motorischen und emotionalen Bereich.“

 

Vor ihrem Einsatz erfahren die angehenden Demenzbegleiter in einer Schulung mehr über die Krankheit, lernen Kommunikationstechniken kennen und werden in den Ablauf der Kliniken eingeführt. Die Schulung führt das Klinikum Nürnberg gemeinsam mit der Angehörigenberatung Nürnberg durch. Die Förderung durch die Theo und Friedl Schöller-Stiftung ermöglicht es, die Teilnehmer kostenlos auf ihre Tätigkeit vorzubereiten.

Anschließend kümmern sich die Demenzbegleiter gezielt um einzelne Patienten auf den Stationen. „Ich versuche ihnen Orientierung und Halt zu geben. Wir machen Spiele, üben Sprichwortergänzungen oder spazieren gemeinsam über die Flure“, beschreibt Helmut Schönsee (r.) sein Engagement. Der pensionierte Ingenieur begleitet seit sechs Jahren Patienten mit Demenz: „Für mich ist das eine große persönliche Bereicherung, am Leben der Menschen teilzuhaben.“

Nun soll das Angebot der Demenzbegleiter auf weitere Stationen und Tageskliniken ausgeweitet werden. Darum sucht das Zentrum für Altersmedizin aktuell weitere Frauen und Männer, die sich gern ehrenamtlich engagieren möchten.

Wer sich für die Tätigkeit als Demenzbegleiter interessiert, ist am 21. Juni 2017 um 17 Uhr zu einem unverbindlichen Informationsabend ins Haus 10, EG, Zi. 77 im Klinikum Nürnberg Nord eingeladen oder kann sich bei Elke Kaufmann unter 0911 398-3917 informieren.

Autorin/Autor: Daniel Voigt | Unternehmenskommunikation

 
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