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Parkinson-Krankheit: Komplexe Behandlung bei fortgeschrittener Erkrankung

Sprechstunde für Bewegungsstörungen im Ambulanten BehandlungsCentrum im Klinikum Nürnberg Süd

Zittern in Ruhe, Bewegungsarmut, Muskelsteifheit sowie Gang- und Gleichgewichtsstörungen sind die klassischen Symptome der Parkinson-Krankheit. In Deutschland leiden etwa 250.000 bis 300.000 Manschen an dieser Erkrankung, die der Londoner Arzt und Naturwissenschaftler James Parkinson im Jahr 1817 – also genau vor 200 Jahren - erstmals als „Schüttellähmung“ beschrieben hat. 

Heute weiß man, dass sich beim Parkinson Eiweißstoffe im Gehirn ablagern, die schleichend zum Verlust von Nervenzellen in unterschiedlichen Steuerungszentren führen. Vor allem die Produktion des Botenstoffes Dopamin ist betroffen, der eine Schlüsselrolle bei der Bewegungssteuerung einnimmt. 

Die Symptome der Parkinson-Krankheit sind behandelbar, bislang jedoch nicht die Ursache. Damit ist keine Heilung möglich. Mit medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien kann insbesondere in den ersten Jahren der Erkrankung eine Verbesserung der Beschwerden erreicht werden.

Prof. Dr. Frank Erbguth (li.) und Dr. Rüdiger Lange (re.)
 

„Mit der Dopamin-Ersatztherapie sowie bei Bedarf mit Physio-, Ergo- und Logopädie kommen die Patienten über viele Jahre hinweg gut mit ihrer Krankheit zurecht“, berichtet Dr. Rüdiger Lange, Oberarzt der Klinik für Neurologie.

Doch das Fortschreiten der Krankheit ist bis heute nicht aufzuhalten. „Trotz intensiver Forschung sind leider immer noch viele Fragen offen, vor allem wie die Parkinson-Erkrankung schon vor dem Auftreten der ersten Symptome erkannt werden kann und wie der fortschreitende Verlust von Nervenzellen zu verhindern ist“, betont Prof. Dr. Frank Erbguth, Chefarzt der Klinik für Neurologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

Umso wichtiger ist die differenzierte Behandlung der fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit. Dafür steht heute eine ganze Reihe von Medikamenten zur Verfügung. „Jedes dieser Medikamente hat Vor- und Nachteile, die gegeneinander abzuwägen sind“, berichtet Lange. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind zu berücksichtigen. Darüber hinaus kann die Elektrostimulation des Gehirns oder der Einsatz einer Medikamentenpumpe, um Schwankungen des Dopaminspiegels zu reduzieren, sinnvoll sein.

Die Parkinson-Krankheit kann neben den genannten klassischen Symptomen auch Beschwerden wie Depressionen, Darm-,  Blasen- oder Gedächtnisstörungen auslösen. „Diese Beschwerden müssen ebenfalls behandelt werden, da sie die Lebensqualität des Patienten deutlich einschränken können“, erläutert Lange. Eine gute Behandlung der Parkinson-Krankheit im fortgeschrittenen Stadium kann einen ganzen Strauß von Maßnahmen enthalten, die angepasst an den individuellen Krankheitsverlauf kombiniert werden.

Unter dem Titel „200 Jahre Parkinson“ findet eine Informationsveranstaltung für Patienten statt am

Dienstag, 30. Mai 2017,
17:00 bis ca. 18:45 Uhr
Klinikum Nürnberg Süd
Raum A.EG 049/050
Breslauer Straße 201
90471 Nürnberg

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Autorin/Autor: D. Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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