Rudern gegen Krebs auf dem Dutzendteich

Stiftung veranstaltet Benefiz-Regatta für Onko-Sport im Klinikum Nürnberg

Seinem Körper und anderen Menschen etwas Gutes tun. Das ist das Ziel der Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“, die am 16. Juli zum zweiten Mal auf dem Nürnberger Dutzendteich veranstaltet wird. Interessierte können sich noch bis zum 26. Mai online anmelden.

Koordiniert vom Klinikum Nürnberg laden die „Stiftung Leben mit Krebs“ und der Ruderverein Nürnberg von 1880 e.V. g am 16. Juli zum Dutzendteich ein. Bereits vor fünf Jahren ruderten Hobbysportler, Profis und Prominente für den guten Zweck. Unterstützt werden sie von Trainern des Vereins, die jedes angemeldete Viererboot ab 2. Mai mit insgesamt vier Übungseinheiten auf das 350 Meter lange Rennen vorbereiten. Von den 300 Euro Startgeld pro Boot sind 200 Euro eine direkte Spende an die Stiftung, 100 Euro gehen zur Kostendeckung an die Organisatoren der Regatta. Bei der ersten Veranstaltung 2012 waren so rund 24.000 Euro zusammengekommen.

Die Veranstalter hoffen auf 80 angemeldete Boote. „Es ist für uns eine Herausforderung, alle Trainingseinheiten auf die Beine zu stellen, aber es macht auch wahnsinnig Spaß. Zur Not können wir die Startplätze auch noch ein wenig aufstocken“, sagt Anne Siebeneicher, Vorsitzende des Rudervereins. Der Aufwand lohnt sich nicht nur für die Krebspatienten, sondern auch für den Ruderverein, wie Stefan Gründewald-Fischer von der Stiftung „Leben mit Krebs“ berichtet: „Bei der Regatta in Celle letztes Jahr hatte der Verein danach 60 Neuanmeldungen.“

Prof. Dr. Susanne Schwarzkopf, Dr. Michael Rottmann, Anne Siebeneicher, Peter Pufe, Stefan Grünewald-Fischer
 

Neben den sportlichen Leistungen auf dem Wasser bietet die Veranstaltung auch an Land Unterhaltung und Information für die Zuschauer. Der Reinerlös von „Rudern gegen Krebs“ bleibt in Nürnberg und geht vollständig an Onko-Sport im Klinikum Nürnberg. Patienten mit einer Krebserkrankung können in diesem Programm unter fachkundiger Anleitung trainieren. „Wir setzen Sport als Medikament ein“, berichtet Prof. Dr. Susanne Schwarzkopf, Chefärztin der Klinik und des Instituts für Physikalische und Rehabilitative Medizin im Klinikum Nürnberg. „Onko-Sport ist für uns eine wichtige Einrichtung, um die Müdigkeit und den Muskelabbau zu mindern, die mit der Krankheit oft einhergehen.“ Schwarzkopf freut sich besonders über die Unterstützung durch „Rudern gegen Krebs“, da Onko-Sport nicht von den Krankenkassen übernommen wird und sich ausschließlich über Spenden finanziert.

Das Angebot ist nicht allein für die Physis der Patienten wertvoll. „Die Diagnose erschüttert oft das Vertrauen in den eigenen Körper. Deswegen wollen wir den Menschen zeigen: Es geht doch was!“, berichtet Dr. Michael Rottmann, Oberarzt der Klinik für Onkologie im Klinikum Nürnberg. „Sport gibt auf eine sehr unmittelbare Art Selbstsicherheit zurück, wie es keine Psychotherapie kann.“ Schon während des stationären Aufenthalts wird den Patienten ein moderates Ausdauer- und Krafttraining angeboten.

Außerhalb des Onko-Sport-Angebots ist auch „Rudern ideal für Krebspatienten“, findet Rottmann. „Der ganze Körper wird schonend und gleichmäßig belastet und man ist an der frischen Luft.“ Außerdem könne man im Boot jederzeit die Intensität reduzieren. Dem Eindruck des Experten kann Anne Siebeneicher nur beipflichten: „Wir haben einige Krebspatienten im Verein. Die haben bei uns immer ein breites Lächeln im Gesicht.“

Seit 2005 organisiert die Mainzer „Stiftung Leben mit Krebs“ bundesweit Benefizrennen gemeinsam mit lokalen Rudervereinen und Krankenhäusern. Inzwischen hat sich die Idee mit 82 veranstalteten Regatten in 23 Städten als bundesweite Bewegung etabliert. „Unser Ziel ist es, jedem Patienten ein individuelles Training als Bestandteil seiner Therapie anbieten zu können“, erklärt Stiftungssprecher Grünewald-Fischer.

Die Anmeldefrist läuft noch bis einschließlich 26. Mai online unter www.rudern-gegen-krebs.de. Zusätzlich suchen die Veranstalter noch Unternehmen und Privatpersonen, die eine Bootspatenschaft übernehmen oder die Veranstaltung in anderer Weise unterstützen möchten.

Autorin/Autor: Voigt, Unternehmenskommunikation

 
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