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Von der Patientenschulung bis zum Kunstherz

Herz-Gefäß-Zentrum als überregionales Zentrum für Herzschwäche ausgezeichnet

Um die Behandlung der Herzinsuffizienz zu optimieren, empfehlen die Fachgesellschaften die Schaffung von Herzinsuffizienz-Netzwerken und Herzinsuffizienz-Einheiten, so genannten Heart Failure Units.

In Deutschland ist Herzschwäche oder „Herzinsuffizienz“ (engl. Heart Failure) einer der häufigsten Gründe für eine Krankenhausaufnahme. Die Erkrankung tritt meist in höherem Lebensalter auf. Sie ist von einer zunächst kaum spürbaren nachlassenden Herzleistung gekennzeichnet und führt oftmals zu schweren Begleiterscheinungen.

 

Als eine der ersten Kliniken in Deutschland wurde das Herz-Gefäß-Zentrum im Klinikum Nürnberg von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Herz- Kreislaufforschung und von der Deutschen Gesellschaft für Thorax-Herz-und Gefäßchirurgie als überregionales Zentrum zur Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz ausgezeichnet. Hier werden nicht nur Patienten aus der näheren Umgebung Nürnbergs behandelt, sondern schwerpunktmäßig auch Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz aus der Region.

Dr. Johannes Schwab, Dr. Matthias Fittkau, Gabriele Meyer, Pflegedienstleiterin Jutta Ballwieser, Prof. Dr. Matthias Pauschinger (v.l.n.r.)
 

Das besondere Lob der Gutachter galt u.a. der engen Zusammenarbeit von Kardiologie und Herzchirurgie, der hochmodernen Ausstattung des Zentrums und der beispielhaften Nachsorge mit einer eigenen „Herzinsuffizienz-Schwester“. Gefordert war außerdem die enge Kooperation mit kardiologischen Schwerpunktpraxen sowie Hausärzten, wie sie die Klinik für Kardiologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität unter der ärztlichen Leitung von Herrn Chefarzt Prof. Dr. med. M. Pauschinger seit vielen Jahren im Cardionet Noris pflegt.

„Herzinsuffizienz muss sehr individuell behandelt werden, um das beste Ergebnis zu erzielen“, erklärt Prof. Dr Matthias Pauschinger, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Klinikärzte und niedergelassene Kardiologen und Allgemeinärzte eng zusammenarbeiten.

Therapie nach Maß

Die typischen Symptome einer Herzschwäche sind allgemeine Schwäche, Luftnot und Wassereinlagerungen in den Beinen. Die häufigsten Ursachen sind Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, ein überstandener Herzinfarkt und Erkrankungen der Herzklappen. Der Herzmuskel schafft es immer weniger, das Blut durch den Körperkreislauf zu pumpen.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und kann medikamentös, minimal-invasiv oder chirurgisch erfolgen. Hier bietet das Herz-Gefäß-Zentrum des Klinikums Nürnberg das gesamte Spektrum in Diagnostik und Therapie, von der medikamentösen Therapie über Herzkatheterlabor, Bypass und Klappenersatz bis hin zum Kunstherz.

„Wir überlegen sehr genau, was die beste Therapie für den Patienten ist, und ob die Behandlung ambulant erfolgen kann oder stationär durchgeführt werden muss“, betont Pauschinger. Daher ist die Auszeichnung als Zentrum für Herzschwäche eng an die Kooperation mit den niedergelassenen Partnern gekoppelt. „Dem Patienten geht es am besten, wenn ambulant und stationär an einem Strang ziehen.“

Wenn alle Optionen ausgeschöpft  sind, bleibt als letzte Möglichkeit die Herztransplantation. Da es in Deutschland an Spenderherzen mangelt, kommen immer häufiger Kunstherzen oder Herzpumpen, wie das Kunstherz auch genannt wird, zum Einsatz. „Wir implantieren sie bei Patienten, die aufgrund ihres Alters und ihres schlechten Gesundheitszustandes keine Chance auf eine Transplantation haben, oder zur Stabilisierung des Patienten bis zur Transplantation“, berichtet Dr. Matthias Fittkau, Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

Regelmäßige Patientenschulungen

Nicht unterschätzt werden darf die Arbeit der „Herzinsuffizienzschwester“, wie die Pflegeexperten für Patienten mit Herzschwäche salopp genannt werden: „Den Patienten geht es am besten, wenn sie mit ihrer Krankheit gut umgehen können“, berichtet Gabriele Meyer, die „Herzinsuffizienzschwester“ des Klinikums Nürnberg. Sie sollten u.a. ihr Gewicht und ihre tägliche Trinkmenge kontrollieren und lernen, Gefahrensignale frühzeitig zu erkennen.

Daher bietet Meyer neben der Beratung von Patienten auf der Station monatlich eine Patientenschulung im Klinikum Nürnberg Süd an, wohl wissend, dass die meisten Fragen erst dann auftauchen, wenn die Patienten nach dem Krankenhaus wieder zuhause sind. „Leider wird diese so wichtige Arbeit von den Krankenkassen nicht bezuschusst“, bedauert Pauschinger.

Die Patientenschulungen finden an jedem ersten Dienstag im Monat von 16.30-17.30 Uhr im Klinikum Nürnberg Süd, Breslauer Str. 201, 90471 Nürnberg statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Podcast & Termine der Patientenschulung

Autorin/Autor: Strahler, Unternehmenskommunikation

 
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