Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> Pressemitteilungen >> Das Institut für Pathologie bietet umfassenden Service für die Kliniken

Das Institut für Pathologie bietet umfassenden Service für die Kliniken

Moderne Diagnostik und Qualitätssicherung in neuen Räumen

Das Institut für Pathologie des Klinikums Nürnberg und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Nürnberg, gehört zu den größten und modernsten Einrichtungen seiner Art in Bayern. Jährlich werden hier rund 50.000 Präparate untersucht und 200 Obduktionen durchgeführt.

Im November 2016 hat das Institut neue Räumlichkeiten im sanierten und erweiterten Gebäude Haus 57 auf dem Gelände des Klinikum Nürnberg Nord bezogen. Auf 1.250 Quadratmeter Fläche sind ein neuer Sektionssaal für Obduktionen und mehrere Labore untergebracht. Das Institut ist sowohl für den Standort des Klinikums im Norden als auch im Süden von Nürnberg zuständig, wo es mit Laboren für den diagnostischen Service der Neuropathologie und der Kinderpathologie tätig ist. Es bietet zudem Krankenhäusern in der Region, u.a. den Krankenhäusern Nürnberger Land, Weißenburg und Gunzenhausen, seinen Service an.

Obduktionen dienen der Qualitätssicherung

„Obduktionen sind nach wie vor eine wichtige Maßnahme für die Qualitätssicherung der Diagnostik und Behandlung im Klinikum. Wir führen sie aber nur bei natürlichen, unklaren Todesfällen durch“, erklärt Prof. Dr. Thomas Papadopoulos, Chefarzt des Instituts für Pathologie. „Schwerpunkt unserer Arbeit ist allerdings die Diagnostik aller erdenklichen Gewebepräparaten, an der sich dann die weitere Behandlung orientiert.“

Dies gilt insbesondere für Krebserkrankungen. Vor einer Behandlung wird häufig eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen, um festzustellen, wie bösartig der Tumor ist, z.B. bei Verdacht auf Brustkrebs, Prostatakrebs oder einen bösartigen Hirntumor. Im Institut für Pathologie werden die Gewebeproben fixiert, gefärbt und in der Regel unter dem Lichtmikroskop begutachtet. Heutzutage umfasst die Diagnostik bei einigen Tumoren auch molekulargenetische Untersuchungen, mit deren Hilfe z.B. die Empfindlichkeit des Tumors für Medikamente festgestellt wird. Mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ärzte bzw. Ärztinnen und medizinisch-technische Assistentinnen, sorgen im Institut für Pathologie für diesen umfassenden diagnostischen Service.

Pathologe ist Lotse bei der Operation und in der interdisziplinären Tumorbehandlung

Ein wichtiger Bestandteil der Tätigkeit ist auch die Diagnostik während einer laufenden Operation. Wenn der Chirurg einen Tumor entnommen hat, wird dieser auf schnellstem Weg per Boten oder Rohrpost in das Institut für Pathologie geschickt. Dort wird das Präparat in wenigen Minuten mit flüssigem CO2 schockgefroren, bearbeitet und unter dem Mikroskop begutachtet. Der Chirurg bekommt schnellstmöglich Bescheid, da der Patient noch in der Narkose liegt. Durch die Informationsweitergabe, weiß der Chirurg, ob der gesamte Tumor von dem Gewebe entfernt wurde oder ob er noch mehr Gewebe abtragen muss.

 

Pro Jahr werden ca. 4.000 so genannte Schnellschnitt-Untersuchungen durchgeführt, täglich sind das zehn bis 20 Schnellschnitte. Es handelt sich um schnelle, zuverlässige Diagnosen, die für die Chirurgen eine wertvolle Informationsquelle sind. „Der Pathologe ist der Lotse des Chirurgen bei der Operation“, erklärt Professor Dr. Hubert Stein, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Klinikum Nürnberg, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität.

Die weitere Therapie wird interdisziplinär geplant und umfasst ggf. auch eine Strahlenbehandlung und/oder Behandlung mit Medikamenten. Sie richtet sich an dem Gewebebefund aus: Um welchen Tumortyp handelt es sich? Wie bösartig ist er? Enthalten Lymphknoten oder andere Organe auf Tumorgewebe (Metastasen)? Der Pathologe kann zudem die Frage beantworten, ob das entnommene Gewebe noch Tumorzellen enthält und somit der Tumor vollständig entfernt worden ist. 

Saniertes und erweitertes Haus 57: Bürgersaal, Lehrräume und ein Abschiedsraum

In dem neuen Gebäude Haus 57 befinden sich weitere Räumlichkeiten wie der Bürgersaal der Kerscher-Stiftungen und Veranstaltungsräume, die vor allem von der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität für die Lehre genutzt werden, sowie der Anatomische Sektionssaal der Universität. Darüber hinaus hat das Klinikum Nürnberg im Haus 57 einen Abschiedsraum eingerichtet, in dem Angehörige die Gelegenheit haben, Abschied von ihren Verstorbenen zu nehmen, bevor diese zur Bestattung überführt werden.

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation, Klinikum Nürnberg

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie
Abstandhalter
AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren