Die Haut vergisst nichts

Neue Therapien bei Hautkrebs im Hauttumorzentrum

Sommer, Sonne, Strand – jeden Sommer lockt die Sonne uns Menschen nach draußen. Doch zu viel Sonne kann die Haut dauerhaft schädigen. Spätfolgen von Sonnenbränden oder zu intensiver Sonnenbestrahlung sind heller und schwarzer Hautkrebs. Davon betroffen sind nicht nur die eifrigen Sonnenbeter auf Balkonen, in Freibädern und am Strand, sondern auch Menschen, die durch ihren Beruf einer intensiven Sonnen- und damit auch UV-Strahlung ausgesetzt sind.

 Der helle Hautkrebs ist die mit Abstand häufigste Hautkrebsform und der häufigste bösartige Tumor des Menschen. Pro Jahr wird in Deutschland mit bis zu 220.000 Neuerkrankungen gerechnet. Beim aggressiveren schwarzen Hautkrebs sind es 20.000. Damit belegt der schwarze Hautkrebs bei Frauen Platz 5 und bei Männern Platz 6.

Der helle Hautkrebs ist leicht zu erkennen und meist unkompliziert zu behandeln. Er zeigt sich in hautfarben bis rötlich gefärbten Stellen und kleinen Knötchen vor allem auf Nase, Stirn, Ohren oder Kopfhaut.

Dr. Dirk Debus, Koordinator des Hauttumorzentrums
 

Schwarzer Hautkrebs: Die Gefahr geht von den Metastasen aus

Bedrohlicher ist das Melanom, der schwarze Hautkrebs, der invasiv in die Dermis (Lederhaut) wachsen kann. Über die Lymph- und Blutgefäße der Dermis können Tumorzellen dann schnell in andere Organe gelangen und dort Metastasen bilden. Hat das Melanom erst einmal gestreut, ist es nicht mehr heilbar.

Trotzdem blickt Prof. Dr. Erwin S. Schultz, Chefarzt der Dermatologie im Klinikum Nürnberg, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, optimistisch in Zukunft. „In den letzten Jahren wurden vielversprechende Therapieansätze für die Behandlung des Melanoms im späteren Stadium entwickelt.“

Neue Therapien geben Hoffnung

Das Hauttumorzentrum im Klinikum Nürnberg setzt bei der Behandlung auf diese neuen Therapien, u.a. die Immuntherapie und die kombinierte zielgerichtete Therapie. Die Wirkstoffe greifen dabei direkt in den Stoffwechsel der Krebszellen ein. Sie  unterbrechen deren Signalwege und stoppen damit das Tumorwachstum.

„Die mittlere Überlebensdauer konnte seither von sechs bis neun Monaten auf heute 25 Monate erhöht werden“, berichtet Dr. Dirk Debus, Oberarzt der Klinikambulanz und Koordinator des Hauttumorzentrums.

Bei beiden Therapien hat die Klinik für Dermatologie im Klinikum Nürnberg Nord, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, an Studien mitgewirkt, die zu ihrer Zulassung 2015 geführt haben. „Als zertifiziertes Hauttumorzentrum behandeln wir Patienten aller Schweregrade, deshalb ist uns die Teilnahme an Studien so wichtig“, betont Schultz. 

Jährlich  werden im Hauttumorzentrum des Klinikums Nürnberg über 1.000 Patienten mit Hautkrebs behandelt, darunter 200 Patienten, die neu an schwarzem Hautkrebs erkrankt sind. Darüber hinaus werden zurzeit 50 Patienten mit einem Melanom im fortgeschrittenen Stadium behandelt.

 Früherkennung ist und bleibt das A&O

Trotz dieser deutlichen Verbesserungen bei der Therapie bleiben Prävention und Früherkennung das A&O im Kampf gegen den Hautkrebs. So sollte man sich nicht nur in einem vernünftigen Maß der Sonnenstrahlung aussetzen und sich mit Sonnenschuttmittel eincremen, sondern auch auf Hautveränderungen achten und im Zweifelsfalle den Arzt aufsuchen. Vor allem Kinder sollten nicht ungeschützt der Sonne ausgesetzt werden, denn die Haut vergisst nichts.

Die beiden Hautärzte raten dazu, das Angebot der Krankenkassen zum kostenlosen Hautscreening zu nutzen, immerhin ist  Deutschland das einzige Land weltweit, das bereits seit 2008 ein solches Screening anbietet.  

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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