40 Jahre Patientenvertretung

Klinikum Nürnberg als Vorreiter in Bayern

„Der Stadtrat beruft für die Krankenanstalten an der Flurstraße drei Persönlichkeiten mit entsprechender Qualifikation und Unabhängigkeit als Patientenvertreter für jeweils zwei Jahre.“ Mit diesem Stadtratsbeschluss vom 17. März 1976 fing alles an: Als erstes Krankenhaus in Bayern etablierte das Klinikum Nürnberg eine eigenständige Patientenvertretung.

40 Jahre später heißen die ehrenamtlichen Patientenvertreter Patientenfürsprecher, ihre Zahl im Klinikum Nürnberg ist auf fünf gestiegen, es gibt im Klinikum Nürnberg ein hauptamtliches Beschwerdemanagement und in Bayern seit zwei Jahren einen eigenen Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung.

Lob für Vorreiterrolle in Bayern

Hermann Imhof, Abgeordneter des Bayerischen Landtags und Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung ist voll des Lobes für die Arbeit der Patientenfürsprecher. „Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen den Patienten und dem Krankenhaus.“ Und er weiß die Vorreiterrolle der Stadt Nürnberg und seines Klinikums zu schätzen: Der Einsatz von unabhängigen Patientenvertretern schon vor 40 Jahren zeige „die Weitsicht des Klinikums Nürnberg“. Andere bayerische Krankenhäuser folgten erst in einem zeitlichen Abstand von zehn und mehr Jahren.

Juliane Freund, Britta Bungartz, Dr. Alfred Estelmann, Lemia Yiyit, Hans Makilla, Gerlinde Mathes und  Hermann Imhof (v.l.n.r.)
 

Für Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann sind die unabhängigen Patientenfürsprecher, die vom Verwaltungsrat des Klinikums Nürnberg bestellt werden, eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehört auch der regelmäßige Austausch zwischen Vorstand und Patientenfürsprecher. „So erfahren wir immer, wo unsere Patienten der Schuh drückt und können darauf reagieren“, betont Estelmann.

Ihm ist es wichtig, dass die fünf ehrenamtlichen Posten mit in der Stadt anerkannten und selbstbewussten Persönlichkeiten besetzt sind. „Dann können Sie auf Augenhöhe mit den Chefärzten und Pflegedienstleitungen kommunizieren.“ Und sie sollen die Sprache der Patienten sprechen, medizinisches Vorwissen wird nicht verlangt.

Patientenfürsprecher und Beschwerdemanagement ergänzen sich

Ergänzt wird die Arbeit der ehrenamtlichen Patientenfürsprecher seit vielen Jahren durch ein hauptamtliches Beschwerdemanagement, das die Patientenfürsprecher auf Wunsch bei schwierigen Anfragen unterstützt bzw. komplexe Anfragen übernimmt. Dies allerdings nur mit dem Einverständnis des Beschwerdeführers. Denn grundsätzlich alle Anfragen werden vertraulich behandelt, die Patientenfürsprecher werden nur im Auftrag des Patienten aktiv.

Unabhängig und ehrenamtlich

Zu den alten Hasen unter den Patientenfürsprechern zählt Britta Bungartz. „Das A & O unserer Arbeit ist unsere Unabhängigkeit“, betont sie. So können sich die Patientenfürsprecher selbstständig an Chefärzte und Pflegedienstleitungen wenden, Hierarchien müssen sie dabei nicht einhalten. „Auf diesem Wege lassen sich viele Angelegenheiten schnell klären“, so Bungartz. Lemia Yiyit ergänzt: „Ohne die große  Unterstützung seitens der Klinikumsleitung und der Kliniken wäre unsere Arbeit jedoch sehr viel schwieriger.“

Nicht immer geht es in den Gesprächen um konkrete Beschwerden, manche „wollen einfach nur reden“, berichten Hans Makilla, Juliane Freund und Gerlinde Mathes übereinstimmend. Sie sehen ihre Aufgabe daher – wie Mathes es formuliert – vor allem darin, „Unsicherheiten und Ängste der Patienten aufzufangen, Missverständnissen vorzubeugen und den Patienten als Wegweiser im Krankenhausdschungel zu unterstützen“.

Etwa 100 Gesprächskontakte haben die ehrenamtlichen Patientenfürsprecher im Jahr. Beim Beschwerdemanagement des Klinikums Nürnberg gehen etwa 400 bis 500 Anfragen jährlich ein. Dahinter verbergen sich aber nicht nur Beschwerden, sondern auch Anregungen, Verbesserungsvorschläge und das ein oder andere Lob.

Patientenvertretung im Klinikum Nürnberg Nord, Tel. 0911/ 398-2701, im Klinikum Nürnberg Süd, Tel. 0911/ 398-5099, Beschwerdemanagement: Tel. 0911/ 398-3773

 

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie
Abstandhalter
AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren