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Gesundheitsminister Hermann Groehe im Krankenhaus Lauf

Viel Lob für den Klinikverbund Nürnberg - Nürnberger Land

„Wir brauchen Verbundstrukturen für die Krankenversorgung, wie sie hier realisiert worden sind.“ Bei seinem Besuch am 5. August 2016 im Krankenhaus Lauf lobte Gesundheitsminister Hermann Gröhe das Netzwerk zwischen dem Klinikum Nürnberg und den Krankenhäusern Nürnberger Land, zu dem die Krankenhäuser in Lauf, Altdorf und Hersbruck zählen. Dieser Verbund sei nicht nur aus ökonomischen Gründen sinnvoll, sondern sichere eine hochwertige Versorgung der Bevölkerung vor Ort. Die drei Krankenhäuser Nürnberger Land waren vor rund zehn Jahren vom Klinikum Nürnberg für einen symbolischen Euro übernommen worden. Heute werden dort insgesamt 15.000 Patienten pro Jahr versorgt. Medizinische Schwerpunkte konnten ausgebaut oder etabliert werden.

Mit der Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, die den Bundesgesundheitsminister in ihren Wahlkreis ins Nürnberger Land eingeladen hatte, und dem Oberbürgermeister von Nürnberg und Verwaltungsratsvorsitzenden des Klinikums, Dr. Ulrich Maly, sowie hochrangigen Vertretern der Kliniken diskutierte Minister Gröhe das neue Pflegeberufegesetz und die überbordende medizinische Dokumentation in der Klinik.

Pflegeberufegesetz gefährdet Tiefe und Breite der Ausbildung

Das Pflegeberufegesetz, das sich derzeit noch in der parlamentarischen Beratung befindet, sieht eine gemeinsame „generalistische“ Ausbildung für Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege innerhalb von drei Jahren vor, die die Altenpflege stärken soll. Davor warnten Dr. Maly und          Dr. Alfred Estelmann, Vorstand des Klinikums Nürnberg. Die Ausbildung verliere dadurch an Breite und Tiefe. Ein Modellversuch am Klinikum Nürnberg in den Jahren von 2005 -2007 habe gezeigt, dass eine generalistische Ausbildung nicht ausreichend auf die Praxis in der Krankenpflege und Kinderkrankenpflege vorbereite. Zudem habe sich keiner der Absolventen für die Altenpflege entschieden. Da künftig ein höherer Pflichtanteil an Kinderkrankenpflege für alle Ausbildenden geplant sei, drohe die Kinderklinik zum Flaschenhals der generalistischen Ausbildung zu werden.

Hermann Gröhe - Krankenhaus Lauf
 

Auch ein dreijähriges akademisches Pflegestudium hilft der praktischen Pflege nicht. „Akademisch ausgebildete Pflegekräfte haben nur Karrierechancen im Management und in der Ausbildung“, sagte Dr. Estelmann. Die Ärzte müssten den Pflegekräften mehr Aufgaben und Verantwortung in der Behandlung übergeben, damit diese ihre akademisch erworbenen medizinischen Kenntnisse umsetzen könnten.

Bundesgesundheitsminister Gröhe kündigte an, dass diese Einwände ernst genommen würden und man sich ausreichend Zeit lassen werde, das Pflegeberufegesetz zu beraten. Er wies darauf hin, dass es in der Hand der Ausbilder läge, hier vertiefende Schwerpunkte zu setzen. 

Patientin mit Kniegelenkersatz: 92 Seiten medizinischer Dokumentation!

Den überbordenden Dokumentationsaufwand in der Krankenversorgung, der vor allem durch die Qualitätssicherung anfällt, kritisierte Dr. Michael Hitzschke hin, Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land. Der Bundesgesundheitsminister wurde mit einem kompletten Satz aller medizinischen Dokumente konfrontiert, die beim unkomplizierten Kniegelenkersatz einer 72jährigen Patientin von der Aufnahme bis zur Entlassung ausgefüllt werden mussten. Die 92 Seiten füllten ganze vier Stellwände.

Beeindruckt forderte der Bundesgesundheitsminister Gröhe die Teilnehmer der Diskussionsrunde auf, Vorschläge zu machen, auf welche Dokumente verzichtet werden könnte, weil darin ähnliche Daten erhoben würden.

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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