Besser leben mit Herzschwäche

Für die Herzgesundheit kann man selbst viel tun.

Herzinsuffizienz, wie die Herzschwäche auch genannt wird, ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt und einer der häufigsten Ursachen für eine Krankenhauseinweisung. Doch noch immer unterschätzen viele Patienten die Krankheit und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Lebensdauer. So nimmt die Belastbarkeit der Menschen bei fortschreitender Erkrankung immer mehr ab. Und trotz der Fortschritte in der Therapie  sterben immer noch knapp 50 Prozent der Erkrankten innerhalb von fünf Jahren.

„Auf Krebs reagieren die Menschen viel sensibler“, beobachtet Prof. Dr. Matthias Pauschinger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 8, Schwerpunkt Kardiologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, im Klinikum Nürnberg. Er setzt in der Behandlung der Volkskrankheit Herzschwäche auf die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten und auf eine gelungene Kommunikation mit den Patienten.

 Ein gesunder Lebensstil zahlt sich aus

„In den letzten Jahrzehnten konnte durch eine verbesserte Medikation die Therapie deutlich verbessert werden, hier sind in nächster Zeit keine weiteren Innovationen mehr zu erwarten“, betont Pauschinger.  Durch eine engmaschige Betreuung der Patienten seitens der behandelnden Ärzte sowie durch Änderungen im Lebensstil ließen sich jedoch beeindruckende Ergebnisse erzielen, wie Beispiele aus den USA oder Schweden zeigten.

 

Neben der regelmäßigen Einnahme der Medikamente trägt insbesondere ein gesunder Lebensstil zur Herzgesundheit, nicht nur im Krankheitsverlauf, sondern bereits präventiv. Jeder Mensch kann selbst viel zu seiner Gesundheit beitragen. Dr. Volkmar Männl, niedergelassener Internist und Kardiologe sowie stellvertretender Vorstand des Gesundheitsnetzes QuE Nürnberg, rät den Patienten zu einer ausgewogenen mediterranen Kost mit viel Obst und Gemüse, zu einer Reduzierung von Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol oder Übergewicht sowie zu regelmäßiger Bewegung.

Liegt eine Herzschwäche vor, ist auf eine Trinkmenge von höchstens  1,5 bis 2 Liter pro Tag zu achten, damit es nicht zu unerwünschten Wassereinlagerungen kommt. Diese Einlagerungen sind häufig das erste Warnsignal dafür, dass irgendetwas nicht mehr stimmt. Der Patient sollte daher bei plötzlicher Gewichtszunahme sofort den Arzt aufsuchen, um seine Medikation überprüfen und gegebenenfalls neu einstellen zu lassen.

Chefarzt wünscht sich Beratung auf Rezept

Damit alle Therapieoptionen gut ineinandergreifen, arbeiten das Klinikum Nürnberg und das Gesundheitsnetz QuE Nürnberg seit mehreren Jahren im Cardionet Noris zusammen. Im Mittelpunkt dieser transsektoralen Kooperation stehen gemeinsame Therapieleitlinien, ärztliche Fortbildungen sowie die Beratung und Information der Patienten mit Herzinsuffizienz.

So ist am Klinikum Nürnberg eine Pflegeexpertin für Menschen mit Herzschwäche im Einsatz, die Patienten der Klinik berät und regelmäßig offene Patientenschulungen anbietet. Im Gesundheitsnetz QuE Nürnberg setzt man auf die engmaschige Begleitung der Patienten mit Herzinsuffizienz.  „Dieser Einsatz wird von den Kassen leider nicht bezahlt, obwohl er dazu beiträgt, das Leben der Patienten zu verlängern“, bedauert Pauschinger. Er wünscht sich von den Krankenkassen zukünftig eine Beratung auf Rezept.

Um möglichst viele Menschen über den richtigen Umgang mit der Herzschwäche zu informieren, veranstaltet das Cardionet Noris am Samstag, den 18. Juni 2016 von 10:00 bis 14:00 Uhr den Patiententag „Besser leben mit Herzschwäche“ im Marmorsaal, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg. Die Informationsveranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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