"Veränderung mit Verantwortung":

"Vom Kinderwunsch bis zur Krebserkrankung

Kaum ein anderes medizinisches Fach erlebt derzeit so viele Veränderungen und trägt gleichzeitig eine so hohe gesellschaftliche Verantwortung wie die Geburtshilfe und die Frauenheilkunde. Sie befassen sich mit einem breiten Spektrum an Erkrankungen – von der Unfruchtbarkeit über die Risikogeburt bis hin zu schweren Krebserkrankungen. Vertreter des Faches treffen sich vom 5. bis 7. Mai 2016 zur 90. Tagung der Bayerischen Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde in Nürnberg. Rund 300 Frauenärztinnen und Frauenärzte aus Bayern werden bei der Tagung erwartet, die in der Technischen Hochschule Nürnberg – Georg Simon Ohm stattfindet.

Das Motto der Tagung ist „Veränderung mit Verantwortung“. „Wir haben dieses Motto ganz bewusst gewählt, denn bei der Einführung medizinischer Innovationen geht es auch darum, was die Gesellschaft und die Patientinnen und Angehörigen erwarten und akzeptieren können“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Cosima Brucker, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde im Klinikum Nürnberg, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. 

Auch krebskranke junge Frauen müssen nicht auf Kinder verzichten

Das Programm der Tagung ist geprägt von innovativen Entwicklungen. Wie können der Kinderwunsch und der Wunsch nach einem gesunden Kind erfüllt werden? Die Stimulation der Eierstöcke und die Prä-Implantations-Diagnostik bei genetischen Erkrankungen wurden in den vergangenen Jahren optimiert. Frauen, die vor den Wechseljahren an Krebs erkranken, müssen nicht auf Kinder verzichten, denn ihre Eizellen und sogar ganze Eierstöcke können entnommen, eingefroren und wieder eingesetzt werden. Die Experten diskutieren diese neue Therapieoption.

 

Weiterer Schwerpunkt der Tagung ist die Behandlung von Brustkrebs. „Die Gendiagnostik hat uns einen großen Schritt voran gebracht“, so Brucker. Weitere gendiagnostische Tests seien in Vorbereitung. Doch was bedeutet dies für die Operation von Brustkrebs und die Strahlentherapie? Neue interdisziplinäre Behandlungsansätze werden in Nürnberg diskutiert.

Frauen mit Brustkrebs werden jahrelang begleitet

Die Prognose von Brustkrebs hat sich in den vergangenen Jahren bereits wesentlich verbessert. Durch eine bessere Therapie liegt die Zahl der Frauen, die fünf Jahre nach der Diagnose überleben, bei 85 Prozent. „Wir begleiten heute die Patientinnen über viele Jahre hinweg“, berichtet die Chefärztin. Dass diese Zeit von Hoffnung, Ängsten und Überlebenswillen geprägt ist, demonstrieren eindrucksvoll die Gemälde der Künstlerin Doris Pietsch, die auf dem Kongress ausgestellt sind. Sie erinnern daran, dass eine Krebserkrankung für die Betroffene mehr ist als nur eine medizinische Diagnose.     

Journalisten sind herzlich eingeladen, an dem Kongress teilzunehmen.

Das Programm der Tagung:

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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