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Klinikum Nürnberg stärkt interkulturelle Kompetenz

Bundesweiter Fernlehrgang startet am 20. Juni

Die Zahl von Migranten als Patienten in Krankenhäusern und Arztpraxen nimmt stetig zu. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes hatten bereits 2014 – vor Einsetzen der großen Flüchtlingsbewegungen quer durch Europa – rund 16,4 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund. Das entspricht einem Anteil von 20,3 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen kommen auch immer mehr nicht-deutschsprachige Patienten im Alltag des deutschen Gesundheitswesens an. Mit einem bundesweiten Fernlehrgang fördert cekib, der Bildungsanbieter des Klinikums Nürnberg, die interkulturellen Kompetenzen von Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. Der Fernlehrgang startet am 20. Juni.

 

Missverständnisse im Alltag und Sprachbarrieren

Für das Gesundheitswesen stellt nicht nur die zunehmende Zahl eine Herausforderung dar. Mitarbeitende müssen im Alltag mit sprachlichen Barrieren und Missverständnissen im Bereich des interkulturellen Umgangs klarkommen. Oft können wichtige Informationen mangels adäquater Verständigungsmöglichkeiten nicht oder nur über Umwege erhoben werden, die für eine Diagnose und Behandlung wichtig sind. Unterschiede werden immer wieder offenkundig und sind vielfältig: So wird Schmerzempfinden z.B. in jedem Kulturkreis anders artikuliert. Auch Rollenmodelle unterscheiden sich: So hat die Position eines Vaters einen bedeutenderen Stellenwert als Familienoberhaupt wie hierzulande.

 

Für Peter Schuh, Mitglied der Leitung des Klinikums Nürnberg und für die Bereiche Personal und Patientenversorgung verantwortlich, besteht auf Grund der veränderten Situation zusätzlicher Handlungsbedarf: „Wir müssen unseren Kolleginnen und Kollegen noch effektivere Werkzeuge an die Hand geben, um die Gruppe von ausländischen Patienten aus zunehmend anderen Herkunftsländern auf dem gleichen Niveau versorgen zu können, wie Menschen, die hier schon seit vielen Jahren ihr Zuhause haben.“

 

 

Lehrbriefe und Praxistrainingstage für interkulturelles Grundverständnis

Einen Weg, den das Klinikum Nürnberg dazu beschreitet, ist das Angebot des Fernlehrgangs „Interkulturelle Kompetenz im Gesundheitswesen“. Der Bildungsanbieter des Klinikums Nürnberg, das cekib (Centrum für Kommunikation – Information – Bildung) startet ab 20. Juni 2016 zum wiederholten Mal den Kurs. Der Fernlehrgang setzt sich aus einer ortsunabhängigen Selbststudienphase mit elf Lehrbriefen und zwei Praxistrainingstagen in Nürnberg zum Kursende zusammen. Themen der Lehrbriefe sind u.a. „Migrantinnen und Migranten in der Altersmedizin“ oder „Interkulturelle Kommunikation im Gesundheitswesen“, in dem z.B. auch auf den Stellenwert der verbalen und nonverbalen Kommunikation in verschiedenen Kulturkreisen eingegangen wird.

Für Peter Schuh ist das Ziel des Fernlehrgangs klar: „Wir müssen bei den Mitarbeitenden im Gesundheitswesen die Wahrnehmung und Sensibilität für Menschen aus anderen, für uns oft neuen Kulturkreisen, noch stärker akzentuieren. Durch das interkulturelle Grundverständnis werden Missverständnisse deutlich minimiert, die Compliance und somit die Behandlungsqualität steigt auch für diese Zielgruppe. Und für Beschäftigte sind interkulturelle Kompetenzen auch eine Arbeitserleichterung, die vieles einfacher machen.“

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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