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Neue Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten

Das Klinikum Nürnberg bietet ab Oktober 2016 erstmals eine Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) an.

Die Ausbildung vermittelt fundierte Kenntnisse für den modernen Klinikbetrieb und wird zugleich der Nachfrage nach einer praxisnahen, dreijährigen Ausbildung gerecht. Sie findet im Klinikum Nürnberg und in den Krankenhäusern Nürnberger Land statt. Von den rund 40 Bewerbern für den ersten Kurs ab Oktober 2016 konnten sechs in den Kurs aufgenommen werden.

„Noch gibt es keine Personalprobleme in der Anästhesiepflege. Doch wir wollen dieser Entwicklung zuvorkommen und unsere Ausbildung möglichst attraktiv machen“, sagt Jitka Schwandt. Die Leiterin des Centrums für Kommunikation, Information und Bildung (Cekib) im Klinikum Nürnberg, das den Ausbildungsgang organisiert, verweist auch auf die positiven Erfahrungen mit den Operationstechnischen Assistenten, die bereits seit 2010 in Nürnberg ausgebildet werden. Nürnberg ist nach dem Städtischen Klinikum München das zweite Krankenhaus in Bayern, das die Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten anbietet.

Anästhesietechnische Assistenten stehen dem Anästhesisten zur Seite und arbeiten zudem mit den Pflegekräften im OP und den Chirurgen eng zusammen. Sie dürfen von Anästhesisten verordnete Medikamente verabreichen und medizintechnische Geräte einsetzen. Zusätzlich übernehmen sie zahlreiche Aufgaben in der Anästhesie, den Ambulanzen, der Endoskopie und der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung.

Technikinteresse, Teamfähigkeit und Empathie sind gefragt

Die Auszubildenden lernen, wie sie am Patienten Zugänge legen oder den Intubationsschlauch einführen. Darüber hinaus erfahren sie, wie Patienten vor, während und nach einer Narkose betreut werden. Dafür ist viel Empathie gefragt, da viele Patienten Angst vor der Operation und der Narkose haben. Zulassungsvoraussetzung für die Ausbildung zum ATA ist die Mittlere Reife oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Bewerber sollten sowohl an Menschen als an Technik interessiert, teamfähig und stressresistent sein.

 

Wer bislang in der Anästhesie-Assistenz als Pflegekraft arbeitete, musste die dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger und zwei Berufsjahre absolvieren, um sich im Anschluss daran als Anästhesiepflegekraft weiterzubilden. „Dieses klassische Berufsbild spiegelt nicht mehr das wider, was das Personal in der Praxis tatsächlich leisten und können muss“, sagt Schwandt. Die Weiterbildung für „Intensivpflege und Anästhesie“ gibt es noch immer; die neue Ausbildung ist eine attraktive, praxisnahe Alternative. „Die Azubis verbringen die meiste Zeit im OP und überall dort, wo eine Anästhesie gebraucht wird, etwa bei diagnostischen oder therapeutischen Eingriffen“, sagt Susanne Wiener, fachliche Ausbildungsleiterin.

Die Ausbildung zur ATA dauert drei Jahre und umfasst 1.600 Stunden theoretischen Unterricht sowie 3.000 Stunden praktische Ausbildung. Die Weiterbildung zur Anästhesiepflegekraft umfasst 760 Stunden theoretischen Unterricht und 2.350 Stunden praktischen Unterricht,   wobei der Weiterbildung eine abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege voraus geht. Die Ausbildung zum ATA folgt den Richtlinien der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) von 2011 und wird außerhalb Bayerns sonst nur noch an den Unikliniken in Kiel und Lübeck angeboten.

Weitere Infos:

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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