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20 Jahre Ambulantes Asthmatraining AIR-BACK für Kinder und Jugendliche im Klinikum Nürnberg

Schulung gegen Atemnot und Angst

Wenn Kinder Asthma haben, ist die ganze Familie gefordert. Seit 20 Jahren bietet das Klinikum Nürnberg seinen kleinen Patienten und ihren Eltern Schulungen an, die sie intensiv für das Leben mit der Krankheit trainieren: das Ambulante Asthmatraining AIR-BACK, dessen Schirmherr der frühere Nationaltorwart und derzeitige Nationaltorwarttrainer Andreas Köpke ist. Die Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche veranstaltet anlässlich dieses Jubiläums am 16. April 2016 ein Expertensymposium im Klinikum Nürnberg Süd, das sich mit Asthma und weiteren Lungenerkrankungen im Kindesalter befasst.

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kinder und Jugendlichen; mehr als 5 Prozent im Alter von 5 bis 18 Jahren leiden an den wiederholten Verengungen der Luftwege, die mit schwerer akuter Atemnot verbunden sein können. Die Ursachen sind genetisch und umweltbedingt; Allergene wie Pollen, Rauchen und verschmutzte Luft können die Beschwerden hervorrufen.

Der richtige Umgang mit der Erkrankung verbessert die Prognose

Rund ein Drittel der Erkrankungen setzen sich ins Erwachsenenalter fort oder kehren nach einer Besserung in der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter später wieder zurück. „Es ist wichtig, die Erkrankung schon im Kindesalter gut zu behandeln“, erklärt Prof. Dr. Joachim Ficker, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin am Klinikum Nürnberg, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Nürnberg. Dafür stehen effektive Medikamente zur Verfügung, z.B. Sprays, die bei Atemnot umgehend Linderung bringen, sowie antiallergische und entzündungshemmende Substanzen. „Studien haben gezeigt, dass auch der richtige Umgang mit der Erkrankung einen entscheidenden Einfluss auf die Prognose der Erkrankung hat“, erklärt Prof. Ficker.

Das Ambulante Asthmatraining AIR-BACK am Klinikum Nürnberg haben bislang rund 550 Kinder, Jugendliche  und deren Eltern mitgemacht. „Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, eigenverantwortlich auf Veränderungen im Krankheitsverlauf zu reagieren. Wir wollen ihre Ängste nehmen, so dass sie ein möglichst normales Leben führen können“, erklärt Dr. Horst Seithe, der als Oberarzt an der Kinderklinik die Kinder und ihre Familie betreut und für AIR-Back von Anfang an verantwortlich zeichnet.

Das viertägige Patiententraining wird von jeweils zwei Trainern in Kleingruppen von sechs Teilnehmern durchgeführt; es ist für Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18 Jahren geeignet. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten. Am Beginn und Endes des Trainings steht ein Einzelgespräch mit Eltern und Kind; die Eltern, oder zumindest ein Elternteil, nehmen zusätzlich an drei Tagen des Patiententrainings teil. Den Kindern und Jugendlichen werden – entsprechend ihrem Alter – spielerisch die Grundkenntnisse über ihre Erkrankung vermittelt. Wie gehe ich mit Atembeschwerden um? Wie kann ich mich entspannen? Was mache ich, wenn im Frühjahr wieder die Pollensaison beginnt?

 

Schirmherr Andreas Köpke: Wissen über Krankheit ermöglicht  Spitzensport

Ein wichtiges Thema ist auch die sportliche Betätigung. „Kinder mit Asthma sollen Sport treiben, aber sie sollten lernen, ihre Belastung einzuschätzen“, so Dr. Seithe. „Körperliche Anstrengung kann einen Asthma-Anfall auslösen. Wir bringen den Kindern bei, wie sie diesen möglichst verhindern oder darauf reagieren können.“

Selbst Spitzensport ist mit Asthma möglich. Auch AIR-BACK-Schirmherr Andreas Köpke weist darauf hin, wie wichtig dafür eine gute Schulung zu der Erkrankung ist: „Als Fußballer kenne ich bekannte Sportler, die Asthma bronchiale haben. Da sie viel über ihre Erkrankung wissen, können sie Therapie, Leistungssport und Alltag besser miteinander verbinden.“

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Joachim Ficker 

Joachim.ficker@klinikum-nuernberg.de

Dr. Horst Seithe

seithe@klinikum-nuernberg.de

 

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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