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Klarstellung zum Beitrag "Das Gejammer der Kliniken" in der Nürnberger Ausgabe der BILD-Zeitung

Die Wahrheit zu BILD

Am 4. März gingen das Klinikum Nürnberg, das Klinikum Fürth, das Martha-Maria-Krankenhaus, das St. Theresien-Krankenhaus, die Kliniken Dr. Erler, die Klinik Hallerwiese und das Waldkrankenhaus St Marien in Erlangen mit einer Pressemitteilung mit dem Titel „Überbelegung im Winter: Land unter in den Krankenhäusern - wie jedes Jahr“ an die Öffentlichkeit.  Am 9. März veröffentlichte die BILD-Zeitung Ausgabe Nürnberg einen Artikel mit der Überschrift: „Das Gejammer der Kliniken“.

Darin heißt es:

 „Am Wochenende schlugen neun Krankenhäuser in der Region Alarm: „Überbelegung - Land unter, meldeten sie. Grippe-Patienten würden Notaufnahmen stürmen, Betten stünden auf dem Gang, Intensivstationen hätten sich bei den Rettungsdiensten abgemeldet.

Doch als BILD diesen Notstand mit der Kamera dokumentieren wollte, hieß es plötzlich: Nicht möglich. Im Klinikum Nürnberg sei angeblich der Norovirus schuld.

BILD ging der Meldung nach. Ergebnis: Eine riesen Überraschung:

11:09 Uhr: Notaufnahme Klinikum Nürnberg Nord: Gähnende Leere, nur drei Patienten warten auf Behandlung...

Ein Insider nennt den Notruf der Kliniken „politisch motiviert“. „Die wollen einfach mehr Geld.“ Wurde die Öffentlichkeit bewusst getäuscht?“

Gerade die letzte, als Frage getarnte Unterstellung, die sieben Krankenhäuser in Nürnberg, Fürth und Erlangen hätten die Öffentlichkeit „bewusst getäuscht“, kann so nicht stehen bleiben.

Tatsache ist: Das Patientenaufkommen war im Februar 2016 in den Notaufnahmen des Klinikums Nürnberg Nord und Nürnberg Süd das höchste Patientenaufkommen in einem Februar überhaupt. Das ging auch anderen Krankenhäusern in der Region so, daher auch die gemeinsame Pressemitteilung von sieben Krankenhäusern mit dem Titel: „Überbelegung im Winter: Land unter in den Krankenhäusern – wie jedes Jahr“. Mehrfach meldeten sich die Krankenhäuser wegen Überbelegungen bei den Rettungsdiensten ab. Ein Anruf beim „Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Nürnberg“ hätte genügt, um dies bestätigt zu bekommen

Tatsache ist: Am fraglichen 8. März, als angeblich der Bild-Reporter um 11:09 Uhr in der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Nürnberg Nord vor Ort war und „nur drei Patienten“ gesehen haben will, die „auf Behandlung warten“ würden, suchten von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr insgesamt 118 Patienten diese Notaufnahme auf, davon zwischen 00:00 Uhr und 11:00 Uhr insgesamt 50 Patienten

Tatsache ist: Wenn der Journalist wirklich zum Zeitpunkt 11:09 Uhr nur drei wartende Menschen gesehen hat, sagt das überhaupt nichts darüber aus, was in den insgesamt 28 Behandlungsplätzen, über die die Notaufnahme im Klinikum Nürnberg Nord verfügt, im Hintergrund passiert. Die Notaufnahme im Klinikum Nürnberg Nord wurde in den letzten Jahren eigens dafür aufwändig umgebaut, damit wartende Patienten nicht auf den Gängen liegen, sondern in einem Behandlungszimmer auf ihre Behandlung warten können.

Tatsache ist: Zum Zeitpunkt des Reporterbesuches wurden zwei Patienten in den Schock­räumen und drei weitere Patienten mit dringlichem Versorgungsbedarf in den Behand­lungs­zimmern versorgt. Die „Patienten“, die der Bild-Reporter gesehen haben will, könnten wartende Angehörige oder Patienten, die nach unserer Ersteinschätzung (Triage) keiner dringlichen Behandlung bedurften, gewesen sein.

Tatsache ist: Der BILD-Journalist hat sich weder bei der Unternehmenskommunikation des Klinikums Nürnberg angemeldet, noch wurde er von einem Mitarbeiter der Notaufnahme im Klinikum Nürnberg Nord gesehen. Ob der BILD-Reporter tatsächlich vor Ort war, wissen wir daher nicht.

Genauso wie das Bayerische Fernsehen hatte auch die BILD-Zeitung bei der Unternehmenskommunikation des Klinikums Nürnberg am Tag zuvor angefragt, ob sie mit der Kamera die Überbelegung in der Notaufnahme dokumentieren könne. Angesichts der hohen Inanspruchnahme der Notaufnahme und der vielen Influenza-Verdachtsfälle beschied das Klinikum Nürnberg beide Anfragen negativ. Von einem Norovirus war dabei nie die Rede.

Tatsache ist: Gerade in den Wintermonaten schwanken die Patientenzahlen von Tag zu Tag erheblich. Am 8. März gab es mit 118 Patienten in der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Nürnberg Nord und mit 175 Patienten in der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Nürnberg Süd etwas weniger Patienten als sonst. Durchschnittlich sind es im Norden 130 bis 150 Patienten, im Süden 200 bis 220 Patienten.

Vorhersehbar sind diese Schwankungen nicht, aber vielleicht hat ja die Berichterstattung in den Medien am Wochenende des 5./6. März den einen oder anderen Patienten davon abgehalten in die Notaufnahme der Krankenhäuser zu gehen, sondern stattdessen einen niedergelassenen Arzt, die AdCom-Bereitschaftspraxis in Nürnberg oder die Notfallpraxen in Fürth und Erlangen aufzusuchen.

Dann hätte die gemeinsame Pressemitteilung der sieben Krankenhäuser ihren Zweck erfüllt.

 

 

 

Autorin/Autor: Bernd Siegler, Unternehmenskommunikation

 
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