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Das Klinikum Nürnberg investiert in die Zukunft

Medizinische Innovationen und Ausbau trotz angespannter Finanzlage

Das Klinikum Nürnberg verfolgt 2016 seinen Kurs der Investition in die Zukunft und der Innovation weiter. Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann setzt dabei auf personelle Verstärkung mit hochqualifizierten Kräften sowie auf den Aufbau innovativer medizinischer Angebote und die bauliche Erweiterung der beiden Standorte im Norden und im Süden von Nürnberg. Gleichzeitig arbeitet man an einem Masterplan 2034.

Wesentliche medizinische Meilensteine im vergangenen Jahr waren u.a. der Ausbau der Schlaganfall-Behandlung durch Kathetereingriffe und der palliativen Versorgung. Die neuen Tageskliniken für Erwachsenen-Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie ein Erweiterungsbau des Herz-Gefäß-Zentrums im Klinikum Nürnberg Süd werden im Sommer 2016 eröffnet.

550 Millionen Umsatz und ein Minus am Jahresende

Für 2015 kann das Klinikum, im Gegensatz zum Vorjahr, keinen positiven Jahresabschluss vorweisen. „Die finanziellen Rahmenbedingungen der Krankenversorgung haben sich trotz unseres erfolgreichen Protests gegen die Berliner Sparpolitik gemeinsam mit anderen Krankenhäusern im Sommer 2015 nur wenig verbessert, wir haben daher das Jahr mit einem Minus abgeschlossen“, erklärte Klinikum-Vorstand Estelmann bei einer Pressekonferenz anlässlich des Jahresempfangs.

Im vergangenen Jahr wurden im Klinikum Nürnberg etwas mehr als 100.000 Patienten stationär und genauso viele Patienten ambulant behandelt. Der Jahresumsatz des Klinikums ist auf 550 Millionen Euro gestiegen.

 

„Wir sind leistungsstark, aber die Schere zwischen den steigenden Lohn- und Sachkosten und der mangelhaften Finanzierung der Krankenhäuser durch die öffentliche Hand klafft immer weiter auseinander“, beklagt Estelmann. Daher muss das Klinikum Nürnberg für seine weitere bauliche Entwicklung größtenteils selbst aufkommen. Im vergangenen Jahr gehörte dazu auch die Bereitstellung von Parkplätzen für Besucher und Mitarbeiter an beiden Standorten. „Damit konnten wir endlich zuverlässig ausreichend Parkraum anbieten, und die Qualität der Erreichbarkeit hat deutlich zugenommen“, so Dr. Estelmann.

Neuer Schlaganfall-Dienst, Ausbau der Palliativmedizin und Investitionen in die Patientensicherheit

Angesichts der unzureichenden Krankenhausfinanzierung blickt das Klinikum 2016 skeptisch, aber dennoch zuversichtlich nach vorne. „Die Medizin wandelt sich ständig. Gleichzeitig ändern sich Bedürfnisse der Bevölkerung. Damit müssen wir Schritt halten“, sagte Prof. Dr. Dr. Günter Niklewski, Ärztlicher Direktor des Klinikums Nürnberg. „Trotz des engen Finanzkorsetts haben wir es geschafft, unser medizinisches Angebot an wichtigen Stellen auszubauen.“

Niklewski wies auf den neuen „Thrombektomie-Dienst“ im Rahmen der Schlaganfall-Behandlung im Klinikum Nürnberg Süd hin. Dort wird seit 2015 rund um die Uhr ein neuroradiologischer Dienst bereit gehalten, der eine Entfernung eines Blutgerinnsels aus der Halsschlagader vornehmen kann. Rund 10 Prozent der Schlaganfall-Patienten profitieren von diesem Eingriff, der mittels eines Katheters über die Leiste vorgenommen wird und eine schwere Behinderung verhindern oder lebensrettend sein kann.

Die Palliativmedizin ist seit 2003 ein Schwerpunkt des Klinikums Nürnberg. 2015 konnte dem wachsenden Bedarf nachgekommen und das Angebot im Klinikum weiter ausgebaut werden. Im Klinikum Nürnberg Nord bietet eine Palliativstation mit 21 Betten eine qualifizierte interdisziplinäre Behandlung und fürsorgliche Betreuung an. Im Klinikum Nürnberg Süd betreut der Mobile Palliative Dienst die Patienten auf ihren Stationen. Zusammen mit der Spezialisierten Ambulanten Palliativ-Versorgung (SAPV) in den beiden Hospizen besteht in Nürnberg ein dichtes Netz zur palliativmedizinischen Versorgung im  eigenen Heim.

Patientensicherheit steht im Klinikum ganz oben. So wurde eine Million Euro in die Zentrale Sterilgutversorgung investiert, um die Reinigung der medizinischen Instrumente zu optimieren. Mit eigenen Instituten für Klinikhygiene, Medizinische Mikrobiologie und Klinische Infektiologie sowie dem Institut für Medizinische Physik hält das Klinikum, im Gegensatz zu den meisten Krankenhäusern, eigene Institute vor, um die Patientensicherheit z.B. im Bereich Hygiene und Strahlensicherheit zu stärken.

 Neue Chefärzte und Nachwuchsförderung durch Studienangebot und Forschungspreis

Innovation bringen auch die Berufung neuer Chefärzte und der Ausbau der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität am Standort Nürnberg. „Im vergangenen Jahr haben wir für mehrere Kliniken die Berufungsverfahren begonnen. In diesem Jahr konnten wir bereits die neuen Chefärzte der Klinik für Urologie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie begrüßen“, so Niklewski. Die Auswahl folgt dem strengen Berufungsverfahren an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg und berücksichtigt nicht nur die klinische Qualifikation der Bewerber, sondern auch deren Qualifikationen in Forschung und Lehre.

„Dem Klinikum Nürnberg liegt die Nachwuchsförderung am Herzen. Und es profitiert von der Zusammenarbeit mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität“, sagte Estelmann. Derzeit läuft die  Anmeldefrist für den dritten Jahrgang; der erste Jahrgang wird sich ab Sommer 2016 schwerpunktmäßig mit klinischen Fächern befassen.

Klinikum-Vorstand Estelmann wies darauf hin, dass in diesem Jahr der Dr. Birkner Preis für ein Nachwuchs-Forschungsprojekt vergeben wird, das gemeinsam von einem Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und zwei Studenten durchgeführt wird. Sie untersuchen die Verletzungen und Schäden bei Kindern und Jugendlichen, die die koreanische Kampfsportart Taekwondo ausüben. Durch solche Projekte würden die angehenden Mediziner beispielhaft in die klinische und   wissenschaftliche Praxis eingeführt.

Klinikum der Zukunft: Ein Masterplan für 2034

Das Klinikum Nürnberg Süd ist nun 22 Jahre alt. Damit kommen die Gebäude deutlich in die Jahre. Im Klinikum plant man daher bereits an einem neuen Klinikum Süd mit Möglichkeiten für Erweiterungen. „Wir müssen uns jetzt Freiräume schaffen, um auf medizinische Entwicklung in der Zukunft reagieren zu können“, betont Estelmann.

Gemeinsam mit den Führungskräften aus allen Bereichen wird an einem „Masterplan 2034“ gearbeitet. „Die Medizin der Zukunft ist deutlich  schonender und personalisierter, und es werden immer mehr Menschen in immer kürzerer Zeit behandelt werden“, blickte Niklewski in die Zukunft. Innovation finde jeden Tag statt und sie müsse schneller zu den Patienten kommen, das betreffe alle Fächer. Deswegen spiele, so Niklweski, auch die Paracelsus Medizinische Privatuniversität eine entscheidende Rolle in diesem Masterplan.

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Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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