Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> Pressemitteilungen >> Wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau

Wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau

10 Jahre Klinikum Nürnberg und Krankenhäuser Nürnberger Land

Seit zehn Jahren gehören die Krankenhäuser in Altdorf, Hersbruck und Lauf zum Klinikum Nürnberg. Versprochen wurde der Ausbau der einzelnen Standorte zu attraktiven, lebendigen und überlebensfähigen Krankenhäusern. Und die Versprechungen für eine wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau wurden eingelöst.

Zehn Jahre ist es her, seit das Klinikum Nürnberg die Ehe mit den drei Krankenhäusern des Landkreis Nürnberger Land in Lauf, Hersbruck und Altdorf eingegangen ist. Für einen symbolischen Euro hatte das Klinikum die drei Kliniken gekauft. Zehn Jahre, in denen viel passiert ist und sich die Bilanzen der einst defizitären Einrichtungen sehr positiv entwickelt haben.

„Mit der Übernahme der drei Kliniken durch das Klinikum haben wir für die Bevölkerung im Landkreis Nürnberger Land die wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau gesichert“, erläutert Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann.

Peter Herbach, Helmut Reich, Dr. Michael Hitzschke, Armin Kroder, Dr. Alfred Estelmann (v.l.n.r.), Klaus Wambach (vorne)
 

Dass die Kooperation auch bei der Bevölkerung ankommt und die Krankenhäuser in Lauf, Altdorf und Hersbruck mit ihren insgesamt 327 Betten einen ausgezeichneten Ruf genießen, zeigt auch die Entwicklung der Patientenzahlen. „Wurden 2005 noch rund 13 600 Menschen stationär behandelt, waren es 2010 über 14 700 Personen und heute sind es rund 16 000, ambulant sind es mehr als noch einmal so viel“, berichtet Dr. Michael Hitzschke, einer der beiden Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land (KNL) GmbH.

Ein Kauf mit Hürden

Mit dem Kauf der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH schrieb das Klinikum Nürnberg Geschichte: Zum ersten Mal übernahm in der Bundesrepublik ein kommunales Krankenhaus andere kommunale Häuser. Die Regel war bis dahin, dass kommunale Häuser von privaten Klinikbetreibern gekauft wurden. Lange Zeit hing die Übernahme an einem seidenen Faden, denn die Zustimmung des Bundeskartellamtes zu dem Zusammenschluss ließ lange auf sich warten.

Am 7. Dezember 2004 hatte das Klinikum Nürnberg sein Übernahmeangebot für die Krankenhäuser in Lauf, Altdorf und Hersbruck beim Landkreis eingereicht. Nach eingehender Prüfung aller eingegangenen Angebote, auch private Klinikbetreiber hatten sich für die drei Häuser interessiert, stimmte der Kreistag am 20. Juli 2005 einstimmig für den Kauf der drei Häuser durch das Klinikum Nürnberg. Schon eine Woche später wurde der Vertrag, mit dem das Klinikum 100 Prozent der Anteile an der Krankenhausgesellschaft des Landkreises übernimmt, beurkundet.

Daraufhin leitete das Bundeskartellamt ein Prüfverfahren ein. Monatelang untersuchte die Bundesbehörde, ob das Klinikum nach dem Kauf eine marktbeherrschende Stellung innehaben würde. Mit dem positiven Bescheid am 16. Dezember 2005 war die einjährige Hängepartie um die Zukunft der drei Krankenhäuser des Landkreises Nürnberger Land beendet. Der Bestand der Kliniken und damit die medizinische Grund- und Notfallversorgung der Bevölkerung war damit gesichert.                          

„Es waren nervenaufreibende Wochen, bis endlich der positive Bescheid des Bundeskartellamtes kam“ erinnert sich Helmut Reich, der damalige Landrat des Landkreises Nürnberger Land. Für ihn war das Klinikum Nürnberg der Wunschpartner: „Die Übernahme durch das Klinikum Nürnberg war das Beste, was uns passieren konnte.“

Ähnlich positiv äußert sich der jetzige Landrat, Armin Kroder. „Es war damals keine Liebesheirat, sondern eher eine Vernunftehe. Doch rückblickend war es eine richtige und einer der wichtigstes Entscheidung überhaupt für den Landkreis.“ Das Klinikum Nürnberg habe sein Versprechen der Sicherung der wohnortnahen Versorgung voll und ganz eingehalten. „Bisher ist der Spagat zwischen guter medizinischer Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit gelungen“, so Kroder. Darum werde er von vielen seiner Kollegen aus den Landkreisen beneidet. 

Dank Investitionen konnten die Standorte fortgeführt werden

Vor der Kooperation erwirtschafteten die drei Kreiskrankenhäuser jedes Jahr ein dickes Minus mit mehr als vier Millionen Euro. 2005 waren es insgesamt drei Millionen Euro. Bei der Bank hatten sich reichlich Schulden angehäuft, ein Investitionsstau war die Folge. „Der Investitionsstau konnte über die letzten zehn Jahre gelöst und bearbeitet werden. Allerdings sind die Investitionsmittel in den letzten zehn Jahren von staatlicher Seite reduziert worden“, erläutert Hitzschke.

Modernster Patientenkomfort

Das Klinikum Nürnberg und die Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH hatten in den vergangenen Jahren kräftig in die Einrichtungen in Lauf, Altdorf und Hersbruck, die seit 2010 als ein Krankenhaus mit drei Standorten anerkannt sind, investiert. So sind allein 13 Millionen Euro in Baumaßnahmen geflossen.

Der derzeit laufende Erweiterungsbau 4b am Standort Lauf ist die größte Investition in der über 50-jährigen Geschichte des Krankenhauses Lauf.  „Der Neubau ist von enormer Bedeutung, denn dort können wir modernsten Patientenkomfort verwirklichen. Es entstehen auf zwei Ebenen insgesamt 66 Betten ausschließlich in Ein- und Zweibett-Zimmern, alle mit Blick auf den Kunigundenberg, und jeder Patient hat sein eigenes WC. Zusätzlich können wir die Intensivstation auf dann zwölf Betten erweitern“, berichtet Hitzschke. Von den Kosten in Höhe von rund 25 Millionen Euro übernimmt der Freistaat Bayern 21,5 Millionen Euro.

Weitere ca. 8 Millionen Euro wurden in den letzten zehn Jahren für modernste Medizintechnik, wie Beatmungs- oder Endoskopiegeräte, ausgegeben. Mit über Mitarbeitern sind die Kliniken Nürnberger Land heute nicht nur einer der größten Arbeitgeber, sondern mit 32 Auszubildenden auch einer der größten Ausbildungsbetriebe im Landkreis. Hinzu kommen noch die Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung.

Hitzschke begründet die positive Entwicklung der letzten zehn Jahre mit sechs Faktoren: „engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Optimierung von  Arbeitsabläufen und flexiblere Prozesse, eine  konsequente und aufwändige Konsolidierungspolitik, die Ausnutzung von vielfältigen Synergieeffekte, eine anhaltend große Unterstützung durch die Fördervereine der drei Krankenhäuser inklusiver unserer Stiftung und eine intensive Zusammenarbeit mit unseren ambulanten und kirchlichen Partnern“. 

Der Betriebsratsvorsitzende Peter Herbach freut sich über die personelle Entwicklung der drei Standorte. „Viele Mitarbeiter fürchteten sich 2006 vor einem Stellenabbau“, erinnert er sich. Stattdessen kam es zu einem deutlichen Stellenzuwachs von 610 Mitarbeitern 2006 auf heute 720.

Umfangreiche Grundversorgung und Spezialisierung

Für Klinikum-Vorstand Estelmann ist das ursprüngliche Konzept der Fusion voll aufgegangen: eine umfangreiche Grundversorgung der Patienten vor Ort im Landkreis, die enge Zusammenarbeit mit den Nürnberger Kliniken und die Spezialisierung der drei Standorte in verschiedenen Bereichen.

So sind in Lauf zum Beispiel die Notfallpraxis und die Geburtshilfe sowie die Unfallchirurgie mit der Endoprothetik angesiedelt. Bei der Allgemeinchirurgie konzentriert man sich auf Darm-, Schilddrüsen- und Gallenblasenerkrankungen. In Altdorf setzt man stark auf die Gastroenterologie, den Qualifizierten Alkoholentzug und die Schmerztherapie. In Hersbruck gibt es Belegabteilungen für  Innere Medizin und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie ein ambulantes OP-Zentrum und eine chirurgische Ambulanz.

Ein Kauf mit Signalwirkung

Bei der ersten Pressekonferenz nach der Fusion im Januar 2006 betonte der damalige Klinikum-Vorstand Klaus Wambach, dass mit dem Kauf „ein  wichtiger Beitrag zur Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region geleistet“ sei. Der Zusammenschluss kommunaler Kliniken erhöhe die Überlebensfähigkeit der kommunalen Krankenhäuser und sichere damit „eine dauerhafte hohe Qualität in der medizinischen und pflegerischen Betreuung der Bevölkerung“.

Für Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly eröffneten sich mit dem Kauf  „Gestaltungsräume für die öffentlichen Häuser im Wettbewerb mit privaten Trägern“. Er sprach von einem „klaren Signal für die Zukunftsfähigkeit kommunaler Krankenhäuser“.

                                                                                                             

Autorin/Autor: Bernd Siegler, Unternehmenskommunikation

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie
Abstandhalter
AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren