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35 Jahre unabhängige Patientenvertretung

Seit 35 Jahren schon sind sie ehrenamtlich und unermüdlich im Einsatz: die unabhängigen Patientenvertreter im Klinikum Nürnberg.

Waren anfangs drei dieser jeweils für drei Jahre vom Stadtrat gewählten unabhängigen und nicht weisungsgebundenen Persönlichkeiten im Einsatz, so stehen den über 100.000 stationären Patienten des Klinikums Nürnberg heute fünf Patientenvertreter zur Seite. Sie sind neben dem Beschwerdemanager des Klinikums Nürnberg, Alois Hirth, die zentrale Anlaufstelle für Beschwerden von Patienten.

Für die Patienten sind die fünf gut zu erreichen: An den beiden Standorten Nord und Süd gibt es regelmäßige Sprechstunden mit den derzeitigen Patientenvertreterinnen und -vertretern Britta Bungartz, Juliane Freund, Rita Heider, Lemia Yiyit und Peter Vogel. Auf Wunsch kommen sie auch direkt ans Krankenbett. Außerhalb der Sprechstunden sind telefonisch, schriftlich und per E-Mail zu erreichen.

Dauerbrenner Parkplatznot

Rita Heider ist die Dienstälteste unter ihnen. Seit 18 Jahren schon nimmt sie den Ärger von Patienten entgegen. Der Dauerbrenner ihrer Arbeit ist die Parkplatznot rund um das Klinikum Nord. „Völlig verständlich“, findet sie den Ärger der Patienten und ihrer Besucher. Doch daran, das weiß sie, wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern. „Es gibt einfach nicht mehr Parkplätze.“

Dr. Alfred Estelmann, Lemia Yiyit, Alois Hirth, Britta Bungartz, Peter Schuh, Juliane Freund und Rita Heider (.l.n.r.)
 

Auch verschobene Operationstermine, Gangbetten oder Probleme in der Kommunikation ärgern die Patienten. „Hier entstehen schnell Missverständnisse“, weiß Lemia Yiyit, der die Belange von Patienten mit Migrationshintergrund besonders am Herzen liegen. Auf ihre Initiative hin wurde eine Liste mit muslimischen Seelsorgern und Gemeinden erstellt, die muslimischen Patienten auf Wunsch Beistand leisten.

Wissen, was schiefläuft

Die fünf Patientenvertreter arbeiten eng mit der Klinikumsleitung und dem Beschwerdemanager zusammen. Ihr Vorgehen stimmen sie dabei eng mit dem Beschwerdeführer ab. „Manche wollen sich nur den Ärger von der Seele reden, für andere vermitteln wir ein Gespräch oder leiten die Beschwerde weiter“, sagt Juliane Freund.

„Wir arbeiten nicht gegen die Angestellten, wir arbeiten für die Patienten – und damit für das Renommee des Klinikums“, betont Britta Bungartz. Dies sieht auch Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann so. „Für uns ist es wichtig zu erfahren, was schiefläuft“, meint er. „Wir wollen schließlich verhindern, dass sich ein Ärgernis wiederholt.“ 

Unabhängige Patientenvertretung

Beschwerdemanagement des Klinikums Nürnberg

Infobroschüre Patientenvertretung und Beschwerdemanagement

Autorin/Autor: Doris Strahler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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