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Chefarzt Kinderchirurgie

Dr. Karl Bodenschatz ist der neue Chefarzt der Kinderchirurgie. Er leitet die Kinderchirurgie im Klinikum Süd bereits seit drei Jahren - bisher allerdings kommissarisch.

Vor drei Jahren übernahm der Kinderchirurg und Oberarzt, Dr. Karl Bodenschatz, kommissarisch die Leitung der Klinik für Kinderchirurgie. Seither hat er die Klinik  zum regionalen Zentrum ausgebaut. Nun folgt die Anerkennung seiner Leistungen: Er wurde zum Chefarzt der Kinderchirurgie berufen.

Um 20 Prozent sind die Patientenzahlen unter der Leitung von Bodenschatz in den letzten drei Jahren gestiegen – angesichts des Geburtenrückgangs eine ganz besondere Leistung. Der neue Chefarzt sieht damit die Anstrengungen seiner Klinik in den letzten Jahren gewürdigt. „Wir haben viel dafür getan, die Klinik zu einem wichtigen regionalen kinderchirurgischen Zentrum weiter zu entwickeln.“

Dichtes Expertennetzwerk rund um das kranke Kind

So gibt es nur wenige Kliniken in der Region, in der allein neun Kinderchirurgen, zwei davon noch in der Facharztweiterbildung, für verletzte und kranke Kinder bereit stehen. Und sie sind nicht allein. „Wir haben um die kranken Kinder ein dichtes Netzwerk mit allen dazugehörigen Fachdisziplinen gewebt, so dass wir jedem Kind die optimale Behandlung geben können", so Bodenschatz .

 

Dr. Karl Bodenschatz, Chefarzt der Kinderchirurgie
 

In enger Zusammenarbeit mit den Experten der anderen Fachdisziplinen des Klinikums - allen voran die Kinderklinik, die Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie, die Neurochirurgie, die Geburtshilfe und die Unfallchirurgie - bietet die Kinderchirurgie das gesamte kinderchirurgische Leistungsspektrum an. Dies wissen die Eltern der Kinder ebenso zu schätzen wie die Kinderärzte in der Region.

So stehen – wenn nötig – Experten aus allen Kliniken am OP-Tisch. Wie bei dem kleinen Jungen Ende Januar, der nach einem schweren Unfall in die Klinik eingeliefert wurden. Hier kämpften Kinderchirurgen, Unfallchirurgen und Gefäßchirurgen gemeinsam um sein Leben. „Dies kann kaum eine Klinik in der Region leisten“, weiß Bodenschatz.

Schnellere Heilung dank minimal-invasiver OP

80 Prozent aller Eingriffe werden heute minimal-invasiv durchgeführt. Dadurch beschleunigt sich der Heilungsverlauf bei den Kindern deutlich, Komplikationen treten seltener auf. Die meisten Kinder können schon zwei bis drei Tage nach der Operation wieder entlassen werden. „Bei Kindern sind minimal-invasive Eingriffe besonders wichtig, da sie sich noch im Wachstum befinden. Große Schnitte und Operationsnarben wirken sich bei ihnen viel gravierender aus als bei Erwachsenen“, erklärt Bodenschatz.

Deshalb will der Chefarzt den Einsatz der minimal-invasiven Chirurgie auch bei Neugeborenen und Frühchen weiter ausbauen. Die neue HDTV-Bildtechnik, die scharfe Bilder aus dem Körperinnern liefert, erleichtert die Anwendung minimalinvasiver Verfahren auch bei schwierigen Eingriffen. Die Zeiten, als die Kinder nach der Operation nichts essen durften, sind ebenfalls passé. Zudem setzt Bodenschatz - selbst Vater zweier Kinder im Alter von zwei und sieben Jahren - auf ein angepasstes Schmerzmanagement. „Jeder dieser Bausteine trägt  zur schnellen Genesung der Kinder bei“, betont er.

Kinderambulanz ist erste Anlaufstelle im Notfall

2009 wurden rund 1.700 Kinder stationär behandelt, Zusätzlich werden noch viele Kinder ambulant behandelt. Denn die Kinderambulanz im Klinikum Süd ist erste Anlaufstelle für verzweifelte und ratsuchende Eltern wie auch für die Rettungsdienste der Region. Diese Aufgabe will Bodenschatz weiter ausbauen. So strebt er – in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie – die Zertifizierung als Traumazentrum für Kinder und Jugendliche an.

Für Dr. Dr. Günter Niklewski, der in der Klinikumsleitung für den Bereich „Medizin und Strukturentwicklung zuständig ist, ist der Chefarzttitel daher die selbstverständliche Anerkennung für die Aufbauarbeit, die Bodenschatz in den letzten Jahren geleistet hat. „Da brauchen wir niemanden von außen holen.“

Kinderchirurgie

 

Autorin/Autor: Doris Strahler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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