Klabautermann - Umfassende Nachsorge

Der Klabautermann ist im seemännischen Aberglauben ein Kobold, der die Schiffskapitäne vor Gefahren warnt. Ähnlich wie die mythologische Gestalt des Klabautermanns die Seefahrer auf ihren Schiffen begleitet, will der Verein Klabautermann e.V. chronisch kranke Kinder und ihre Familien in der Region Mittelfranken unterstützen.

Seit mehr als 20 Jahren sammeln die Mitglieder des Vereins Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen. Diese Gelder kommen direkt und ausschließlich der Unterstützung schwer kranker Kinder und ihren Familien in Nürnberg und der Region Mittelfranken zugute.

Wenn ein Kind schwer verunglückt, zu früh geboren wird oder chronisch erkrankt, kann die moderne Medizin das Überleben sichern. Aber medizinische Versorgung alleine reicht nicht aus, um eine schwere Krankheit zu bewältigen und den Weg in eine lebenswerte Zukunft zu ebnen. „Hier ist umfassende Nachsorge unverzichtbar. Wir wollen für die jungen Patienten und ihre Familien nicht nur den Klinikalltag, sondern auch die erste Zeit zu Hause erleichtern“, so Hanne Henke, Vorsitzende des Vereins Klabautermann.

Ärztefreie Zone: Das Spielhaus gibt den kleinen Patienten im Klinikalltag Geborgenheit und hilft so bei der Genesung.
 

Die persönliche Erfahrung von Mitarbeitern der Kinderklinik im Klinikum Nürnberg und betroffener Eltern lieferte 1990 den Anstoß für die Initiative, den Verein zu gründen und mit Spendengeldern die Stationen der Klinik kinderfreundlicher zu gestalten. Als die Klinik 1994 ins Klinikum Süd umzog, entstand die Idee, auf dem Gelände im Vorgarten der Kinderklinik ein Spielhaus zu errichten. Für die kleinen Patienten sollte eine ärztefreie Zone entstehen, die ihnen Geborgenheit gibt und so beim Gesundwerden hilft.

Mit Unterstützung von „Sternstunden“, der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks, konnte dieses Projekt ebenso realisiert werden wie das Nachsorgehaus, das 2008 eröffnet wurde. Von hier aus werden die Familien in ganz Mittelfranken vom Nachsorge-Team unterstützt, das aus Kinderkrankenschwestern, Sozialpädagogen sowie einer Psychologin besteht. Zudem können im Nachsorgehaus weit entfernt lebende Eltern, deren Kinder auf der Intensivstation versorgt werden müssen, untergebracht werden.

Dank unzähliger kleiner und großer Spenden konnten in den letzten Jahren auch viele medizinische Geräte für das Eltern-Kind-Zentrum angeschafft werden. Zuletzt radelten rund 120 Teilnehmer der Tour Ginkgo drei Tage lang 376 Kilometer im Rahmen der Benefiz-Radtour quer durch die Metropolregion, und sammelten dabei Spendenschecks für Klabautermann in Höhe von 105.000 Euro ein.

Die Gelder fließen u.a. in ein Geschwisterprojekt. Die gesunden Geschwister von chronisch kranken oder behinderten Kindern müssen oft stark und belastbar sein und sie müssen hinter dem kranken Kind zurückstehen. In einer Geschwisterbibliothek finden sie kindgerechte Information über Krankheit und Behinderung sowie einen Raum für ihre eigenen Bedürfnisse und Sorgen. „Genau da wollen wir helfen und das Angebot erweitern“, erläutert die Vereinsvorsitzende.         

Weitere Infos unter www.klabautermann-ev.de. Für Spenden gibt es das Konto
191 54 79 bei der Stadtsparkasse Nürnberg BLZ 760 501 01.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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