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Dolmetscher im Klinikum - "Sprache ist ein wichtiger Türöffner"

Das Klinikum Nürnberg behandelt Patienten aus der ganzen Welt. Schwierig wird es, wenn sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind und sich nicht mit Ärzten und Pflegekräften verständigen können.

Für beide Seiten keine leichte Situation, wie Gabriele Birl vom Centrum für Kommunikation, Information und Bildung (cekib) im Klinikum betont: „Die Patienten verstehen nicht, was mit ihnen passiert, haben Angst und sind verunsichert. Aber auch für die Ärzte und das Pflegepersonal ist das eine unbefriedigende Arbeitssituation, die frustriert.“

Sprachliche Barrieren können dazu führen, dass wichtige Informationen zu Vorerkrankungen nicht erhoben werden können, oder dass Patienten mehrfach untersucht werden müssen. Um das zu verhindern, setzt das Klinikum deshalb Dolmetscher ein. Dabei greift es auf das große Potenzial unter den eigenen Mitarbeitern zurück. Denn einige von ihnen beherrschen neben der deutschen auch weitere Sprachen fließend.

 

Rund 180 Mitarbeiter sind als nebenamtliche Dolmetscher registriert. Sie decken dabei rund 30 Sprachen ab: von Englisch über Spanisch bis hin zu Persisch und Urdu. „Die Sprache ist ein wichtiger Türöffner. Sie schafft die für den Klinikalltag so wichtige Vertrauensbasis zwischen dem Patienten auf der einen und den Ärzten und Pflegekräften auf der anderen Seite“, erklärt Birl.

Oft werden zwar auch Angehörige des Patienten gebeten zu übersetzen, doch dies ist nicht in allen Fällen möglich. „Unsere Dolmetscher haben die notwendige Distanz, wenn es zum Beispiel darum geht, dem Patienten mitzuteilen, dass er an einer schweren Krankheit leidet“, erläutert Birl. Zudem verfügen sie über medizinische und pflegerische Fachkompetenz und sind erfahren im Umgang mit Kranken. Ein weiterer Vorteil: Die Dolmetscher sind mit den jeweiligen kulturellen Gepflogenheiten des Patienten vertraut. Um sie in ihrer Arbeit im Klinikalltag unterstützen, bietet das cekib regelmäßig Seminare an.

Ist mal kein Dolmetscher vor Ort, können Ärzte und Pflegekräfte auf Kommunikationsmaterialen in elf Sprachen zurückgreifen. Anhand von Piktogrammen sowie Wort- und Satzlisten kann der Patient zu seinen Beschwerden befragt, über die Abläufe auf der Station informiert oder in seiner Landessprache begrüßt werden.

Um die Kommunikation mit ausländischen Patienten zu erleichtern, bietet das cekib den Mitarbeitern des Klinikums zahlreiche Kurse an. So finden in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum regelmäßig Anfänger-Sprachkurse in Türkisch und Russisch statt. Auch für ausländische Ärzte und Pflegekräfte werden Seminare angeboten, um sie für die Kommunikation mit Patienten zu schulen.        

Weitere Informationen unter www.cekib.de.

Autorin/Autor: Kathrin Kalb

 
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