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cekib - neue Berufsausbildung - Nach 4.600 Stunden direkt in den OP

Der Aufgabenbereich für Pflegekräfte im OP-Dienst hat viele Facetten: Sie bereiten u.a. den OP-Saal für den Eingriff vor, stellen alle für den Eingriff nötigen Instrumente – vom Skalpell bis zur Hüftprothese – bereit, betreuen die Patienten rund um die OP, instrumentieren den Ärzten während der OP und verantworten die Durchführung hygienischer Maßnahmen.

Dabei unterscheiden sich die einzelnen chirurgischen Fachdisziplinen stark voneinander. Und die im OP-Saal eingesetzte Technik stellt an das technologische Know-how der „OP-Schwester“, wie die Funktion umgangssprachlich immer noch heißt, hohe Ansprüche.

Um den Bedarf an diesen spezialisierten Fachkräften im OP-Dienst zu decken, bilden immer mehr Krankenhäuser in Deutschland „Operationstechnische Assistentinnen / Assistenten“ aus. Seit 1996 ist die Berufsausbildung durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) als Fachausbildung anerkannt.

Einsatzort OP: Auch im Klinikum Nürnberg werden seit Kurzem Operationstechnische Assistenten ausgebildet.
 

Die Berufsausbildung ist seit Oktober 2012 auch im Klinikum Nürnberg möglich. Die Ausbildung, die vom klinikumseigenen cekib koordiniert wird, dauert drei Jahre und umfasst 1.600 Stunden theoretischen Unterricht sowie 3.000 Stunden praktische Ausbildung im OP. „Die Teilnehmer werden so gezielt auf ihren Einsatz im OP vorbereitet“, berichtet Jitka Schwandt vom cekib, die die Ausbildung zusammen mit Michaela Bohn koordiniert. Die praktische Ausbildung erfolgt in mehreren Fachdisziplinen, darunter als Hauptdisziplinen Viszeralchirurgie, Traumatologie und Orthopädie, Gefäßchirurgie sowie Urologie.

Der erste Kurs startete mit insgesamt neun Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die aus über 60 Bewerbern ausgewählt wurden. Sechs von ihnen kommen aus dem Klinikum Nürnberg, drei aus Krankenhäusern der Region. Und schon jetzt gibt es zahlreiche Anfragen für die nächste Ausbildung, die im Oktober 2014 beginnen wird. Wer nun vor allem technisch orientierte Männer als Bewerber erwartet, sieht sich getäuscht. Bisher sind es vor allem Frauen, die sich für diesen Beruf interessieren. Unter den derzeit neun Teilnehmern ist nur ein einziger Mann.

Gesundheits- und Krankenpflegern steht der Einsatz im OP-Dienst (mit der Zusatzqualifikation „Operationsdienst“) selbstverständlich weiterhin offen. Doch seit der Novellierung der Krankenpflegegesetze 2004 klaffen die Inhalte der Krankenpflegeausbildung und die Anforderungen an den OP-Dienst immer mehr auseinander. „Die Ausbildung zur Krankenpflege beinhaltet relativ wenig Wissen speziell für den OP-Dienst“, erläutert Bohn. Umgekehrt sind, so die Diskussion in Fachkreisen, nur etwa zehn Prozent der Inhalte der Krankenpflegeausbildung im OP von Nutzen.      

Die nächste Ausbildung beginnt im Oktober 2014. Informationen unter Tel. 398-3297 oder -2155.

Weiteres zu diesem Thema finden sie auf der Internetseite der cekib.

 

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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