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Mitarbeiterumfrage zum Thema: - Fasten - hat das heute noch Bedeutung?

Traditionell ist von Aschermittwoch bis Ostern Fastenzeit. 40 Tage lang Verzicht auf Fleisch hieß es – religiös motiviert – früher. Heute bedeutet das oft den bewussten Verzicht auf Süßigkeiten, Genussmittel wie Kaffee, Alkohol oder Zigaretten oder eine Einschränkung alltäglicher Gewohnheiten wie Fernsehen oder Computerspielen. Was bedeutet für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Nürnberg die Fastenzeit?

 

Lucia Uebler (47), stellvertretende Chefarztsekretärin der Geriatrie im KNN, seit vier Jahren im Klinikum:

Ich habe keine Ahnung, wie man sich fühlt, wenn man fastet. Weil ich aber das ganze Jahr bewusst lebe, mache ich in der Fastenzeit nichts anders als sonst. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was ihm und seiner Umgebung tut gut. Mir liegt sehr viel an einem guten Klima, an guten menschlichen Beziehungen und einem freundlichen Umgang miteinander. Darauf verwende ich meine Energien.

 

Dr. Dennis Eckner (31), Assistenzarzt in der Kardiologie im KNS, seit drei Jahren im Klinikum:

Ich bin Katholik. Fastenzeit bedeutet für mich die bewusste Reduktion auf das Wesentliche. Dies ist eine sinnvolle Art der Vorbereitung auf Ostern. Ich achte also verstärkt auf meine Ernährung, reduziere den Fleischkonsum, lebe insgesamt bewusster und weite zum Beispiel meine sportlichen Aktivitäten aus. Verzicht ist eine wichtige Erfahrung. Wenn man Dinge eine Zeit lang entbehren muss, lernt man sie erst richtig schätzen.

 

Gerlinde Jahn (52), Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Notaufnahme im KNN, seit 32 Jahren im Klinikum:

Fastenzeit bedeutet etwas zu entbehren, was man gerne hat, also zum Beispiel Schokolade, Autofahren oder Zigaretten. Rauchen tue ich schon lange nicht mehr. Ich bemühe mich derzeit, sehr wenig Schokolade zu essen, außerdem mache ich sowieso eine Diät. Da ich aber nicht gläubig bin, sehe ich das mit der Fastenzeit nicht so eng.

 

Franziska Born (22), Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der unfallchirurgisch-geriatrischen Station N-Aktiv im KNS, seit einem Monat im Klinikum:

Fastenzeit? Nein, das bedeutet nicht wirklich etwas für mich. Ich habe hier erst zu arbeiten angefangen, da bin ich viel zu beschäftigt damit, als dass ich jetzt auf solche Sachen achten könnte. Ich ernähre mich gesund, rauche nicht und treibe ein bisschen Sport, das muss genügen. Um sechs Wochen lang konsequent auf etwas zu verzichten, braucht es Durchhaltevermögen. Das hätte ich nur, wenn es mir sehr wichtig wäre.

 

Tanja Seitz (24), Arzthelferin in der Anästhesie-Ambulanz im KNS, seit acht Jahren im Klinikum:

Fastenzeit bedeutet den Verzicht auf Dinge oder Gewohnheiten, deren Verzicht einem sehr schwer fällt. Ich bin christlich erzogen und bei uns in der Familie wurde das traditionell so gelebt. Als Kind habe ich dann sechs Wochen auf Süßigkeiten verzichtet. Heute mache ich es genauso, weil ich es gut finde, bewusst den Verzicht zu üben. Bei mir gibt es eben sechs Wochen lang keine Gummibärchen und keinen Alkohol.

 

Reinhard Mühle (54), Sachbearbeiter für Bauplanung und Liegenschaften im KNN, seit 31 Jahren im Klinikum:

Fastenzeit ist für mich eine willkommene Anregung mir Gedanken zu machen über alltägliche Gewohnheiten z.B. meinen Umgang mit Süßigkeiten oder Alkohol. Sechs Wochen lang verzichte ich nun auf Gummibärchen und Chips, Schokolade wird schwer eingeschränkt. An alkoholischen Getränken gibt es in der Zeit nur mehr Bier und Wein, alle härteren Sachen sind tabu. Kuchen bleibt übrigens von der Fastenzeit bei mir ausgenommen, ich will ja nicht unhöflich sein, wenn ich zum Kaffee eingeladen werde.

 

Kerstin Schmidtgen (45), Diplompsychologin in der Gedächtnissprechstunde im KNN, seit zehn Jahren im Klinikum:

Ich suche mir Dinge, die ich gerne ein bisschen anders machen würde als sonst. Da nehme ich die Fastenzeit als Auftakt für Veränderungen. Das hat in der Regel wenig mit Essen zu tun, sondern eher mit der Zeit, die ich mit Freunden zusammen sein will oder mit Aktivitäten wie z.B. Tanzen. Ich tanze derzeit einmal in der Woche in einem Tanzkreis Standard und Latein. Mein Ziel ist es nun, das zweimal pro Woche zu schaffen.

 

Dr. Patricia Fleckenstein (30), Assistenzärztin in der Radiologie im KNS, seit zweieinhalb Jahren im Klinikum:

Ja, ich faste, ich verzichte ganz konsequent in dieser Zeit auf Süßigkeiten, das betrifft insbesondere Schokolade. Während viele Menschen in dieser Zeit aus religiösen Gründen Verzicht üben, tue ich es aus Solidarität mit meinem Freund. Er verzichtet sechs Wochen lang auf Cola und ich unterstütze ihn darin, dass ich auf Süßes verzichte. Ich faste übrigens das erste Mal, und es fällt mir nicht so leicht wie gedacht.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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