Editorial - Liebe Leserin, lieber Leser

„Jedes fünfte Krankenhaus arbeitet defizitär“, lautete jüngst eine Schlagzeile in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Kurze Zeit darauf hieß es „Kliniken finanzieren Kassenüberschuss mit“. Eine verkehrte Welt?

Fakt ist, dass die Einnahmen der Krankenhäuser seit Jahren gedeckelt sind, während die Ausgaben für Energie, Medizintechnik, Medikamente und vor allem für Personal kontinuierlich steigen. Während der Gesetzgeber den Krankenhäusern noch zusätzliche Sparopfer auferlegt, verzeichnen Gesundheitsfonds und Kassen Milliardenüberschüsse. Das kann nicht sein.

Als kommunales Haus der Maximalversorgung versorgt das Klinikum Nürnberg mit mehr als 6.000 Beschäftigten etwa 100.000 stationäre Patienten im Jahr und noch einmal die gleiche Zahl an ambulanten Patienten. Mit einem jährlichen Umsatz von 430 Millionen Euro gehört es zu den größten kommunalen Krankenhäusern in Europa.

Als öffentliches Krankenhaus arbeitet das Klinikum langfristig und nachhaltig gemeinwohlorientiert und erfüllt damit den Auftrag der Kommune zur Daseinsvorsorge. Dieser Auftrag beinhaltet auch Leistungen, mit denen ein Krankenhaus unter dem Strich kein Geld verdienen kann, wie z.B. eine umfangreiche Notfallversorgung mit zahlreichen Ärzten aus den verschiedenen Fachgebieten rund um die Uhr oder die teure Weiterbildung zu Fachärzten.

Eine angemessene Vergütung für die Leistungen der kommunalen Kliniken ist in Deutschland jedoch nicht in Sicht. Daher geht das Klinikum neben der Verbesserung der Abläufe und einer konsequenten Sparpolitik einen in der deutschen Krankenhauslandschaft neuen Weg: mit der Gründung der Stiftung Klinikum Nürnberg.

Das Klinikum will seinen gesellschaftlichen Versorgungsauftrag nachhaltig erfüllen und trotz der starken finanziellen Restriktionen Medizin und Pflege auf höchstem Niveau allen Patienten ohne finanziell motivierte Diskriminierung anbieten können. Dazu braucht es neue finanzielle Spielräume, um im Großen, aber auch im Kleinen dafür sorgen zu können, dass die Patienten die beste Medizin in einem angenehmen Ambiente erhalten. Deshalb geht das Klinikum jetzt stiften.

Autorin/Autor: Alfred Estelmann

 
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