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Orthopädische Chirurgie - Hüftarthroskopie hilft bei Schmerzen in der Hüfte

Wenn Menschen zwischen 20 und 50 Jahren unter Schmerzen im Hüftgelenk leiden, dann liegt es in der Regel noch nicht am Verschleiß des Knorpels, der Hüftarthrose. Es sind oft winzige Veränderungen am Hüftknochen oder im Gelenk, die den betroffenen Menschen bei bestimmten Bewegungen mitunter starke Schmerzen bereiten.

Zur Therapie in solchen Fällen bietet die Unfall- und Orthopädische Chirurgie im Klinikum Nürnberg Süd die Hüftarthroskopie standardmäßig seit November 2011 an – als eine der ersten Kliniken in der Metropolregion Nürnberg.

Die kleinen Veränderungen am Hüftknochen oder im Gelenk können Knochenanbauten am Schenkelhals, das so genannte Cam-Impingement, oder an der Hüftpfanne, das Pincer-Impingement, sein. Aber auch freie Gelenkkörper, eine Entzündung der inneren Schicht der Gelenkkapsel (Synovialitis) oder verletzungsbedingte Gelenkschädigungen verursachen Schmerzen im Hüftgelenk.

 

Dank moderner bildgebender Verfahren lassen sich diese oft nur winzigen Veränderungen gut diagnostizieren. „Mit der Hüftarthroskopie bieten wir unseren Patienten nun ein minimalinvasives und damit äußerst schonendes Verfahren an, das ihnen die Schmerzen nimmt und ihnen ihre volle Beweglichkeit zurückgibt“, betont Privatdozent Dr. Hermann Josef Bail, Chefarzt der Klinik. Ein offener Eingriff mit der damit verbundenen längeren Erholungszeit ist somit nicht mehr nötig. „Zur Behandlung der Hüftarthrose ist das Verfahren allerdings nicht geeignet“, fügt der Chefarzt erklärend hinzu.

„Mit Hilfe der Arthroskopie können wir sehr viel besser in das Gelenk hineinschauen als bei einem offenen Eingriff“, betont Oberarzt Dr. Peter Landgraf. Dementsprechend leichter ist es für die Ärzte, z.B. Knorpelsplitter komplett zu entfernen, Neubildungen am Knochen abzufräsen oder zwei bis drei kleine Löcher zu bohren, damit sich neuer Knorpel bilden kann. Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt und darf, da das Bein währenddessen unter Zug stehen muss, nicht länger als zwei Stunden dauern.

Danach bleibt der Patient für drei bis fünf Tage in der Klinik. „Nach dem Eingriff sind die Patienten schnell wieder auf den Beinen. In den ersten Tagen dürfen sie allerdings das Bein in der Regel noch nicht voll belasten“, berichtet Dr. Ronald Rix, der gemeinsam mit Landgraf die Hüftarthroskopie leitet. Landgraf und Rix empfehlen den Patienten, den arthroskopischen Eingriff nicht allzu lange hinauszuschieben. „Die Schäden im Gelenk führen unausweichlich zur Arthrose, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden“, betonen die beiden orthopädischen Chirurgen.

Bei der Anwendung können die Chirurgen auf ihre reichhaltige Erfahrung in der Arthroskopie zurückgreifen. Schon seit vielen Jahren zählt die Arthroskopie für Knie, Schulter, Sprunggelenk und Ellbogen zur etablierten Standardtherapie der Unfall- und Orthopädischen Chirurgie. Jahr für Jahr werden hier mehr als 300 Gelenkarthroskopien durchgeführt. Einmal im Jahr führt die Klinik zudem den renommierten „Nürnberger Arthroskopiekurs“ durch, an dem Ärzte aus ganz Deutschland teilnehmen.         

 

Anmeldung zur Gelenksprechstunde unter Tel. (0911) 398 -2727.

Sehen Sie hierzu auch unsere Internetseite der Unfallklinik.

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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