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Mitarbeiterumfrage zum Thema: - Alles Krise, oder was?

Die Krise bestimmt seit Monaten die Schlagzeilen: Finanzkrise, Eurokrise, Börsenkrise, Wirtschaftskrise. Der Ausnahmezustand Krise scheint sich zum Dauerzustand entwickelt zu haben. Wie schlägt das aufs Gemüt?

Macht man sich vermehrt Sorgen über die Zukunft, ändert man gar sein eigenes Verhalten? Wie gehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums mit der Krise und dem Gerede über die Krise um?

 

Helmut Glauber (47), Pharmazeutisch-Technischer Angestellter (PTA) in der Apotheke des Klinikums im KNS, seit 24 Jahren im Klinikum:

Das beunruhigt mich. Ist unser Geld noch etwas wert, kann man sich noch etwas dafür kaufen? Griechenland ist am Boden, Italien nahezu, und auch die USA sind in massiven Schwierigkeiten. Da frage ich mich schon, wo das noch hinführen wird. Jeder verfolgt nur mehr seine eigenen Interessen, es regieren nur noch Egoismen. Es gibt einfach keinen gemeinsamen Nenner mehr, das ist das Problem.

 

Dr. Anne Kruttschnitt (40), Oberärztin in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im KNN, seit einem Jahr im Klinikum:

Nein, ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Im Endeffekt ist unser System so klug konstruiert und wir haben so viele engagierte und wohlmeinende Menschen, dass wir diese Krise gut überstehen werden. Ich glaube an die Redlichkeit unserer Politiker. Ich habe eine tolle Familie, einen Traumjob, einen Super-Freundeskreis und es gibt viele hoch qualifizierte Menschen, die sich um die Dinge kümmern – alles wird gut.

 

Andrea Perl (45), stellvertretende leitende Hebamme in der Geburtshilfe im KNS, seit 18 Jahren im Klinikum:

Natürlich bereitet mir das Sorgen. Wir müssen für das geradestehen, was andere versemmelt haben. Das macht mir Bauchschmerzen. Man überlegt sich schon, ob man nun mehr zurücklegen soll und vor allem wohin. Vielleicht unters Kopfkissen, damit es sicher ist? Oder soll ich Goldbarren in meinem Garten schürfen?

 

Markus Schmidt (29), Projektleiter im Bereich der klinischen Anwendungen in der Informationsverarbeitung im KNN, seit einem Jahr im Klinikum:

Klar mache ich mir Sorgen, was meine Aktien angeht. Ich spekuliere mit so genannten Hot Stocks auf dem offenen Markt. Es reizt mich, ein bisschen zu zocken. Ich habe aber ein festes Budget, das ich nicht überschreite. Ansonsten mache ich mir keine Sorgen, die Arbeitsplätze sind sicher. Man müsste aber endlich einmal die Neuverschuldung reduzieren. Es gibt noch viel zu viele teure Projekte, die eigentlich für die Katz‘ sind.

 

Cosima Berlinger (25), medizinisch-technische Radiologieassistentin im Institut für Radiologie und Neuroradiologie im KNS, seit zwei Jahren im Klinikum:

Angst macht es mir nicht, Sorgen aber schon. Ich mache mir Gedanken, wie es weiter gehen wird, was noch passieren wird, und wie die Politiker entscheiden werden. In den nächsten Jahren muss enorm viel getan werden, um das Ganze wieder ins Lot zu bringen. Es sind so viele Probleme, wo soll man da bloß anfangen?

 

Dr. Michael Kretschmar (40), Assistenzarzt auf der Station 14/VII und 20/I links der Gastroenterologie, seit acht Jahren im Klinikum:

In finanzieller Hinsicht mache ich mir schon Sorgen, bin mir aber sicher, dass die Politiker das hinbekommen. Den Stabilitätspakt auf europäischer Ebene voranzubringen, wie es unsere Bundeskanzlerin macht, halte ich für richtig. Ich habe Vertrauen in die Arbeit der Bundesregierung.  Ich kümmere mich um ein bisschen Vorsorge für die Zukunft, aber in Panik verfalle ich nicht.

 

Dr. Maria-Theresa Stingl (30), Assistenzärztin auf der Station C.01.3 der Klinik für Unfall- und Orthopädische Medizin im KNS, seit vier Jahren im Klinikum:

Ich mache mir keine Sorgen. Ich versuche, die Entwicklung zu beobachten, die Ereignisse im Auge zu behalten und die private Vorsorge clever zu gestalten. Den Regierungen würde ich raten, die Neuverschuldung möglichst gering zu halten. Der hohe Schuldenstand ist meines Erachtens das Hauptproblem.

 

Margit Konrad (44), stellvertretende Leitung der Station 20/I rechts der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie im KNN, seit 25 Jahren im Klinikum:

Natürlich mache ich mir Sorgen, es geht ja auch um meine Zukunft. Ich weiß aber ehrlich gesagt gar nicht, was da alles auf mich zukommt. Es gibt so viele Baustellen, wo dringend gehandelt werden müsste, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Ich überlege mir zum Beispiel jetzt viel genauer, was ich kaufe und schaue mich noch intensiver nach Sonderangeboten um.

 

 

 

 

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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