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Perinatalzentrum - Aller guten Dinge sind drei

„Bei jedem Ultraschalltermin war plötzlich eines mehr zu sehen. Nach dem dritten Termin habe ich gesagt, ich geh‘ da einfach nicht mehr hin“, erzählt Martina Wolf und lacht. Zunächst war die 27-Jährige jedoch erschrocken von der überraschenden Nachricht: „Wie geht das bloß mit drei Babys, ich habe doch nur zwei Hände?“

Drillinge sind selten, und meist haben sie es ebenso wie Zwillinge sehr eilig, das Licht der Welt zu erblicken. Sie sind Frühchen und sind medizinisch am besten in einem Perinatalzentrum der höchsten Leistungsstufe wie im Klinikum Nürnberg Süd aufgehoben. Dort wissen Experten wie Prof. Jan Holger Schiffmann, Chefarzt der Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche, welche intensivmedizinischen Maßnahmen wie spezielle Beatmungs- und Kreislauftherapie die Winzlinge brauchen.

 

Der Frühstart ins Leben ist gar nicht so selten: Acht bis zehn Prozent der Neugeborenen erblicken vor der 37. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt, 1,5 Prozent kommen sogar noch fünf Wochen und mehr zu früh und wiegen dann nicht einmal 1.000 Gramm. „Je niedriger das Körpergewicht ist, desto unreifer ist das Kind“, weiß Schiffmann aus Erfahrung. Dank modernster Medizin ist es aber heute möglich, auch Kinder, die schon in der 23. oder 24. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, zu retten.

Auch bei den Drillingen von Martina Wolf ging es nicht ohne Komplikationen ab. Wegen eines verkürzten Gebärmutterhalses war Wolf bereits in der 16. Schwangerschaftswoche kurzzeitig in stationärer Behandlung. Dann wandte sie sich an die Sprechstunde für Risikoschwangerschaften im Klinikum. Sie wurde dort bis zur  23. Woche ambulant betreut, musste dann aber wegen drohender Frühgeburt  im Klinikum Nürnberg Süd stationär aufgenommen werden.

„Jeder Tag, um den die Schwangerschaft bei einer erwarteten Frühgeburt verlängert werden kann, ist von Vorteil für die drei Kinder“, betont Dr. Wolfgang Köhler, Bereichsleiter der Geburtshilfe im Klinikum Süd. Bei Martina Wolf waren es nicht Tage, sondern sieben Wochen. In der 30. Woche kamen Julian, Fabian und Leonie per Kaiserschnitt zur Welt und brachten immerhin 1.410, 1.470 und 1.230 Gramm auf die Waage.

Unter ärztlicher und pflegerischer Aufsicht entwickelte sich das Trio prächtig, und auch die Eltern hatten die Situation bald in Griff. „Das Bild vom Baby an Schläuchen und hinter Plexiglas macht am Anfang einfach Angst“, weiß Kerstin Langer, stellvertretende Stationsleitung in der Geburtshilfe, aus Erfahrung. „Man muss viel erklären und den Eltern-Kind-Kontakt so früh wie möglich herstellen.“

Auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden die Eltern nicht alleingelassen. Hilfe bieten der Verein Klabautermann oder die Initiative „Zu früh ins Leben e.V.“ an. Mit Wickeln, Füttern und Kuscheln kennen sich Martina Wolf und ihr Lebensgefährte Heiko Schmiederer bereits bestens aus. Und beiden ist klar, wie die weitere Familienplanung aussieht: „Kaum begonnen ist sie bereits abgeschlossen.“      

Weitere Informationen bei der Schwangerenambulanz unter Tel. (0911) 398-2235. Eine Kreißsaalführung findet jeden Mittwoch um 18:00 Uhr statt, Treffpunkt ist vor dem Kreißsaal im Klinikum Nürnberg Süd.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Perinatalzentrums.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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