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Gesundheitsversorgung - Netzwerk in der Metropolregion

Als eines der größten kommunalen Krankenhäuser Europas übernimmt das Klinikum Nürnberg in der Metropolregion vielfältige Aufgaben, die weit über die Gesundheitsversorgung der Nürnberger Bürger hinaus gehen.

Krankenhäuser Altdorf, Lauf und Hersbruck sichert das Klinikum die medizinische Grundversorgung auch im Nürnberger Land. In überregionalen Netzwerken wie dem Traumanetzwerk oder dem telemedizinischen Schlaganfall-Netzwerk stellt das Klinikum sein umfassendes Knowhow kleineren Krankenhäusern in der ganzen Metropolregion zur Verfügung.

Gerade bei Patienten mit schweren Unfallverletzungen und Schlaganfällen kommt es auf eine schnelle, hoch kompetente medizinische Versorgung an. Jede Minute zählt. Für kleinere nicht auf Schlaganfälle spezialisierte Krankenhäuser und deren Patienten ist der Abgleich diagnostischer und  therapeutischer Entscheidungen mit den Schlaganfall-Spezialisten ein Gewinn.
Unfall: Patienten mit schwersten Verletzungen profitieren in Diagnose und Therapie von überregionalen Traumazentren wie z.B. der Unfallchirurgie im Klinikum Nürnberg.
 

Patienten mit schwersten Unfallverletzungen profitieren von der Erfahrung mit neuesten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten in großen Kliniken und deren Ausstattung mit hochmodernen Medizingeräten.

 

Traumanetzwerk Mittelfranken

Um in der gesamten Metropolregion eine gute medizinische Behandlung schwerer Unfallverletzungen sicherzustellen, beteiligt sich das Klinikum Nürnberg am Traumanetzwerk Mittelfranken. Dazu zählen insgesamt zwölf Krankenhäuser. Dem Klinikum Nürnberg und dem Universitätsklinikum Erlangen kommen dabei als zertifizierte überregionale Traumazentren die Aufgabe zu, Schwerstverletzte, also Polytrauma-Patienten, nach dem neuesten medizinischen Stand zu behandeln. Unterschiedliche Fachbereiche wie Allgemeinchirurgie, Neurochirurgie, Gefäßchirurgie, Herzchirurgie, Plastische Chirurgie, Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Kinderchirurgie oder die Intensivmedizin arbeiten dabei mit der Unfallchirurgie eng zusammen.

Zwei regionale Traumazentren – die Kliniken in Fürth und Gunzenhausen – und secht lokale Traumazentren – Neustadt/Aisch, St. Theresien, Lauf, Roth, Rummelsberg und Schwabach – garantieren als Traumanetzwerk Mittelfranken eine optimale Erstversorgung. Für die im Traumanetzwerk zusammengeschlossenen kleineren Kliniken aus Nürnberg und der Region gibt es einheitliche Kriterien, bei welchen Verletzungen ein Patient in das überregionale Traumazentrum verlegt werden soll, um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

 

Schlaganfall-Netzwerk Nordbayern

Beim Schlaganfall würde durch eine Verlegung in ein Zentrum mit einer Schlaganfall-Spezialabteilung („Stroke Unit“) wertvolle Zeit bis zum Therapiebeginn verstreichen. Solche überregionalen Schlaganfall-Zentren gibt es in Nordbayern im Klinikum Nürnberg, im Klinikum Bayreuth und im Universitätsklinikum Erlangen. Um die wohnortnahe Versorgung auch im ländlichen Raum zu sichern, haben sich innerhalb von drei Jahren diese drei Zentren mit 13 Krankenhäusern in der Region zum Schlaganfall-Netzwerk mit Telemedizin in Nordbayern (STENO) zusammengeschlossen.

STENO funktioniert dank Telemedizin und intensiver Weiterbildung aller Beteiligten. Mittels Computer und Videokamera können die Spezialisten aus dem jeweils diensthabenden der drei Zentren die Patienten in den regionalen Häusern untersuchen und sich mit den dort tätigen Ärzten und Pflegekräften verständigen, so dass schnellstmöglich eine Behandlung eingeleitet werden kann. Damit ist eine Versorgung der Schlaganfall-Patienten in den beteiligten Kliniken rund um die Uhr gesichert.

Allein im Schlaganfall-Zentrum der Neurologie im Klinikum Nürnberg Süd sind zwölf Schlaganfall-erfahrene Ärztinnen und Ärzte für einen solchen Einsatz geschult. Anhand eines umfassenden Fragebogens werden bei den Patienten Sensibilität, Sprachvermögen, Motorik oder Gesichtsfeld überprüft.

Dank der ausgefeilten Technik kann der Neurologe per Mausklick die Kamera so steuern, dass er selbst sogar die Reaktion der Pupillen des weit entfernten Patienten beurteilen kann. Seit Gründung des Netzwerks wurden so über 6.000 Patienten in Ansbach, Bad Windsheim, Dinkelsbühl, Forchheim, Fürth, Gunzenhausen, Hof, Kulmbach, Lichtenfels, Marktredwitz, Neumarkt, Roth und Sonneberg telekonsiliarisch von Nürnberg, Erlangen und Bayreuth aus betreut.

 

Übernahme der Krankenhäuser Nürnberger Land

Um die medizinische Grundversorgung im Landkreis Nürnberger Land zu sichern, übernahm das Klinikum Nürnberg im Januar 2006 die defizitären Krankenhäuser in Altdorf, Lauf und Hersbruck – mit Erfolg. Trotz stark erhöhter Kosten für Personal, Energie, Medikamente und Medizintechnik und trotz Investitionen in Höhe von insgesamt rund 15 Millionen Euro  konnte das Defizit von damals 2,9 Millionen Euro im Jahr in ein kleines Plus umgewandelt werden.

Durch attraktive Angebote und Qualität haben die drei Häuser das Vertrauen von immer mehr Patienten gewonnen. Wurden 2005 noch rund 13.600 Patienten behandelt, waren es 2010 schon über 14.700, eine Steigerung von sieben Prozent.

Zudem ist es seit 2006 gelungen, in jedem der drei Häuser „Leuchttürme“ zu platzieren und vorhandene Angebote auszubauen. In Lauf sind das die Unfallchirurgie mit der Endoprothetik und der Wirbelsäulenchirurgie sowie die Allgemeinchirurgie. In Altdorf kamen der qualifizierte Alkoholentzug und der Fachbereich Ernährungsmedizin hinzu. Im kleinsten der drei Häuser, in Hersbruck, wurde das Belegarztsystem konsequent weiter entwickelt.

„Wenn man sieht, wie sich die drei Standorte bis jetzt entwickelt haben, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Nürnberg und den Krankenhäusern im Nürnberger Land funktioniert und wie Synergieeffekte in der täglichen Praxis genutzt werden, dann unterstreicht das die Richtigkeit der Entscheidung, die Krankenhäuser Nürnberger Land übernommen zu haben“, betont Dr. Alfred Estelmann, Vorstand des Klinikums Nürnberg.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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