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Frauenheilkunde - Praktische Hilfe für Klinik in Sri Lanka

80 Kinder kamen im Mahamodara Krankenhaus, der größten Frauenklinik im Süden Sri Lankas, täglich zur Welt. Doch damit war an Weihnachten 2004 schlagartig Schluss. Der Tsunami, der nach einem Seebeben über die Küsten Asiens hinwegfegte, hatte die Klinik, die nur 50 Meter vom Strand entfernt lag, völlig zerstört.

„Wenigstens haben wir damals keine einzige unserer Patientinnen verloren“, erinnert sich Dr. Karun bei seinem Besuch im Klinikum Nürnberg.

Sieben Jahre sind seither vergangen. In der Klinik werden heute zwar wieder mehr als 30 Kinder täglich geboren, allerdings immer noch in einem Provisorium. Der geplante Neubau weiter im Landesinneren dagegen macht bisher kaum Fortschritte. „So kann es nicht weiter gehen“, dachten sich daher neben britischen Hilfsorganisationen auch die Dr. Helmut Kohl-Stiftung und der Rotary Club Deutschland. Sie stellten gemeinsam ein Hilfsprogramm auf die Beine, das vom Bau neuer Häuser bis hin zur medizinisch-technischen Ausstattung der Geburtsklinik reicht.

 

Initiiert wurde das Engagement des Rotary Club von der Nürnberger Juristin Kerstin Jeska-Zimmermann, die während des Tsunamis in Sri Lanka weilte. Prof. Cosima Brucker, Chefärztin der Frauenheilkunde im Klinikum Nürnberg und selbst Mitglied im Rotary Club Nürnberg Sigena, bot gerne ihre Hilfe an. Im April 2011 war es dann so weit. „Ich sollte vor Ort prüfen, ob die aus deutschen Spendenmitteln finanzierten medizinischen Geräte auch alle richtig funktionieren und eingesetzt werden“, berichtet sie. Zudem sollte sie als Fachfrau vor Ort recherchieren, was die Ärzte für ihre Arbeit noch alles brauchen.

Dass das Geld aus Deutschland gut angelegt ist, davon konnte sich die Chefärztin bei ihrem Besuch überzeugen. „Die Ärzte und Pflegekräfte leisten dort unter schwierigsten Bedingungen eine unglaubliche Arbeit“, ist sie beeindruckt. Sie sah aber auch, dass es noch einen großen Nachholbedarf gibt. Es fehle an modernen Entbindungsbetten sowie Inkubatoren, die ganze gynäkologische Abteilung sei in einem desolaten Zustand: „Dort regnet es sogar durch das Dach.“

Die Hilfe für Sri Lanka wird also weitergehen. So waren im Oktober vier Ärzte des Mahamadara Hospitals, zwei Geburtshelfer, eine Gynäkologin und eine Kinderärztin, zur Hospitation im Klinikum Nürnberg. Brucker selbst war Ende November zur Einweihung der Bettenstation und zur Inbetriebnahme der medizinischen Geräte wieder vor Ort. Für 2012 ist geplant, ein vierköpfiges Team aus Arzt, Pflegekraft und Hebammen zur Unterstützung nach Sri Lanka zu entsenden.

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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