Personalrat - Vielfältige Herausforderungen

Mit über 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Klinikum Nürnberg einer der größten Betriebe in der Region. Immer mehr Patienten werden in immer kürzerer Zeit behandelt. Die Arbeitsverdichtung steigt, das Alter der Belegschaft auch.

Dazu kommen die knappen Ressourcen im Gesundheitswesen, die zunehmende Privatisierung und ein sich zuspitzender Fachkräftemangel im ärztlichen und pflegerischen Bereich. „Für uns als Personalräte sind das vielfältige Herausforderungen“, betont Elke Härtel (1. Reihe, 2.v.r.), Vorsitzende des neu gewählten Personalrats des Klinikum Nürnberg.

In dem 21-köpfigen Gremium, das die nächsten fünf Jahre die Interessen der Beschäftigten vertritt, sitzen Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Mitarbeiterinnen des medizinisch-technischen Bereiches, Handwerker und ein Mitarbeiter der Verwaltung.
 

„Wir können nicht zaubern, aber wir bewegen viel“, weiß Härtel aus Erfahrung, denn seit 2008 ist sie Personalratsvorsitzende.

Als Meilenstein in den letzten Jahren nennt sie die Rahmenvereinbarung über den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Dazu kommen umfangreiche Dienstvereinbarungen zur Arbeitszeit. In einem Rund-um-die-Uhr-Krankenhausbetrieb sind die Themen Gleitzeit, Urlaub und Dienstplan immer brisant und aktuell.

Für die nächsten Jahre sieht Härtel neben der 2013 anstehenden Verlängerung der Vereinbarung über den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigung vor allem familienfreundliche und altersgerechte Arbeitszeitmodelle im Vordergrund stehen: „Wir müssen auf den Fachkräftemangel und auf die immer älter werdende Belegschaft reagieren, vor dieser Herausforderung stehen alle Krankenhäuser.“

Um Fachkräfte zu halten oder z.B. nach der Babypause wieder zu gewinnen, müsse das Klinikum „mit dem Ausbau von flexiblen und familienbewussten Arbeitszeitmodellen seine Attraktivität als Arbeitgeber weiter steigern“. Als Reaktion auf die demografische Entwicklung innerhalb der Belegschaft müsse es „praktikable Lösungen für eine Altersmischung von Stationsteams und für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jenseits des Schichtdienstes“ geben.

Gerade angesichts der zunehmenden Arbeitsverdichtung kommt für Härtel dem Ausbau der betrieblichen Gesundheitsförderung eine besondere Bedeutung zu. Gemeinsam mit dem Vorstand des Klinikums vereinbarte der Personalrat, dieses Thema „verstärkt in den Mittelpunkt zu stellen“. Bislang reichen die Angebote von der Aktiven Mittagspause, über Feldenkrais oder Stressbewältigung am Arbeitsplatz bis zu Yoga und Qigong. Zusammen mit der AOK kommen weitere Präventionskurse wie Aqua- und Fitnessgymnastik, Jogging, Nordic Walking, Ernährungskurse, Autogenes Training oder Tai Chi hinzu.

Vorstand und Personalrat sind sich nun darin einig, dass es künftig „neben der Fortführung solcher Kurse auch um die Identifizierung arbeitsbedingter Gesundheitsbelastungen, um Suchtprävention sowie um spezielle Angebote für Führungskräfte und ältere Beschäftigte gehen muss“.        

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie
Abstandhalter
AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren