Diabetes - Das Auge ist gefährdet

Diabetes ist eine Volkskrankheit. Geschätzte acht Millionen Menschen leiden darunter. Und es werden immer mehr. Diabetiker müssen nicht nur mit den täglichen Insulingaben leben, ihnen drohen auch schwere gesundheitliche Folgeschäden.

So schädigt der Diabetes u.a. die kleinen Gefäße im Auge. Schlimmstenfalls droht die Erblindung.

„Diabetes ist die häufigste Ursache von Neuerblindungen im erwerbsfähigen Alter“, berichtet Privatdozent Dr. Josef Schmidbauer, Chefarzt der Augenklinik im Klinikum Nürnberg. So sind zwei Prozent der Diabetiker blind, andere leiden an mitunter starken Beeinträchtigungen der Sehkraft.

 

Wirkungsvoll: Augenklinik-Chefarzt, PD. Josef Schmidbauer (r.), setzt bei diabetischer Retinopathie auf Laser und neue Medikamente, um das Erblindungsrisiko zu senken
 

Es sind die kleinen Kapillaren in den Augen, denen der Diabetes so zusetzt. Die diabetische Retinopathie oder Netzhauterkrankung ist die Folge. Es kommt zu Blutungen und Gefäßwucherungen im Auge, später kann sich sogar die Netzhaut ablösen.

Rote Flecken auf der Netzhaut sind die sichtbaren Zeichen von Blutungen im Auge und oft der erste Hinweis auf eine Diabeteserkrankung. „Häufig sind es die Augenärzte, die die Krankheit als erstes entdecken“, berichtet Dr. Herbert Muschweck, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie. Bei jedem dritten Patienten mit Typ 2 Diabetes liegt schon bei der Diagnose eine Retinopathie vor. Deshalb sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt für jeden Diabetiker ein Muss. Damit lassen sich Schäden frühzeitig entdecken.

Schmidbauer und sein Team behandeln im Jahr zwischen 5.000 und 6.000 Diabetiker, die an diabetischer Retinopathie leiden. Sie lassen sich Blutungen und Wucherungen mit Hilfe eines Lasers behandeln. „Eine Laserbehandlung zum richtigen Zeitpunkt senkt das Erblindungsrisiko um die Hälfte“, betont Schmidbauer. Gute Erfolge erzielen die Augenärzte auch mit neuen Medikamenten, die ins Auge gespritzt werden, den sogenannten VEGF-Hemmern.

Als letztes Mittel greifen die Ärzte auf den minimal-invasiven Glaskörpereingriff zurück. „Der beste Schutz für die Gefäße ist jedoch eine gute Einstellung der Blutzuckerwerte“, betont Dr. Marlies Götz-Schupp, Diabetologin in der Klinik für Gastroenterologie.

Weiteres hierzu finden Sie auf der Internetseite der Klinik für Gastroenterologie.

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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