Zivildienst - Auch der letzte "Zivi" ist weg

Am 10. April 1961 traten die ersten 340 anerkannten Kriegsdienstverweigerer der Jahrgänge 1937/38 an verschiedenen Orten der Bundesrepublik ihren Dienst für zwölf Monate an.

Zum 1. Juli 2011 wurde die allgemeine Wehrpflicht und damit die Pflicht zur Ableistung des Zivildienstes ausgesetzt und ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) eingeführt. In den 50 Jahren dazwischen absolvierten mehr als 2,5 Millionen Zivildienstleistende ihren zuletzt auf sechs Monate verkürzten Einsatz in mehr als 37.000 Dienststellen – darunter auch im Klinikum Nürnberg.

Der letzte „Zivi“ im Klinikum war Johannes Forster. Der 20-Jährige beendete Ende Juni seinen Zivildienst in der Klinik für Neugeborene, Kinder und Jugendliche im Klinikum Nürnberg Süd.
 

Er verweigerte den Kriegsdienst, weil er „etwas Sinnvolles machen“ wollte. „Ich versuche Auseinandersetzungen mit Worten, statt mit Taten zu lösen“, schrieb er nach dem Abitur als Begründung für seine Kriegsdienstverweigerung dem Kreiswehrersatzamt. Ohne Gewissensprüfung wurde er anerkannt und erhielt eine Einsatzstelle im Klinikum. In der Kinderklinik kopierte er dann Befunde, schrieb Adressen und schleppte Akten. Dass er viel zu tun hatte und gebraucht wurde, gefiel ihm: „Das ist doch gut fürs Ego.“ Freiwillig verlängerte er seine Dienstzeit von sechs auf neun Monate. Und der Einsatz im Klinikum hat – wie schon bei vielen Zivis vor ihm – seine weitere Lebensplanung beeinflusst: Forster will später im Gesundheitssystem arbeiten.       

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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