Lungenkrebs - Chancen konsequent nutzen

„In der Therapie von Lungenkrebs gibt es deutliche Verbesserungen“, dieses Fazit zieht Prof. Joachim H. Ficker, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Leiter des Lungentumorzentrums, angesichts der medizinischen Entwicklung der letzten Jahre. Dank zahlreicher Fortschritte in Diagnostik und Therapie sowie neuer therapeutischer Ansätze steigen die Chancen für die Patienten auf Heilung oder zumindest auf Lebensverlängerung.

„Doch diese Chancen müssen auch konsequent genutzt werden“, so Ficker. Die besten Voraussetzungen dafür finden Patienten in interdisziplinären Lungentumorzentren.

Mehr als 15 Prozent der Lungenkrebspatienten können heute langfristig geheilt werden, vor allem dann, wenn sich noch keine Fernmetastasen gebildet haben. Bei den anderen Patienten erzielt man oft deutlich bessere Ergebnisse bei Lebensdauer und Lebensqualität als noch vor zehn Jahren.

Ein Lichtblick dabei sind die neuen, molekularbiologisch wirksamen Medikamente, die bei etwa zehn Prozent der Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs eingesetzt werden können. Bei diesen Patienten lassen sich genetische Veränderungen an den Rezeptoren der Krebszellen feststellen, an denen diese innovativen Medikamente gezielt andocken.

 

„Die Tumorbeschwerden bessern sich oft drastisch und die Überlebenszeit dieser Patienten kann sich unter dieser Therapie mehr als verdoppeln“, betont Prof. Wolfgang Brückl, der die Pneumologische Onkologie der Klinik leitet.

Auch die verbesserte Diagnostik trägt ihren Teil bei. So lassen sich z.B. mit dem hochmodernen PET-CT des Klinikums Metastasen schon vor der Operation erkennen und befallene Lymphknoten präzise lokalisieren. „Gerade bei Patienten mit Lymphknotenmetastasen, aber ohne Fernmetastasen zeigt sich, ob ein interdisziplinäres Lungentumorzentrum wirklich funktioniert“, berichtet Ficker. Die einzelnen Therapiebausteine müssen dabei exakt ineinandergreifen.

Ein Beispiel: Pneumologen, Radiologen, Nuklearmediziner und Pathologen liefern mit der präzisen Definition des Tumorstadiums die Grundlagen für die Therapieplanung im interdisziplinären Tumorboard. Dem folgt z.B. eine sechswöchige Radiochemotherapie in Zusammenarbeit von Pneumologie und Strahlentherapie mit dem Ziel, den Tumor zurückzudrängen und die anschließende Operation durch den Thoraxchirurgen vorzubereiten. Die Radiochemotherapie ist für die Patienten eine belastende Zeit, während der sie – falls nötig – von der Physikalischen Medizin und der Psychoonkologie unterstützt werden.

„Diese ganze interdisziplinäre Feinabstimmung“, erklärt der Chefarzt, „ist nur in einem funktionierenden interdisziplinären Netzwerk wie dem im Klinikum Nürnberg möglich.“ Im zertifizierten Lungentumorzentrum des Klinikums werden jährlich fast 900 Patienten behandelt. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Lungentumorzentrums.

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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