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Kardiologie - Pflegeexpertin für schwache Herzen

Ein schwaches Herz bleibt nicht ohne Nebenwirkung auf das Leben. „Darf ich denn überhaupt noch Sport treiben oder mit dem Hund spazieren gehen“, fragen sich die Patienten. Und Männer treibt noch eine ganz andere Frage um: „Ist Sex jetzt verboten?“, fragen sie besorgt.

Gaby Meyer kennt die Sorgen und Ängste der Herzinsuffizienzpatienten. „Die Patienten fragen uns Pflegekräfte oft Dinge, die sie ihren Arzt nicht zu fragen wagen“, weiß sie aus Erfahrung. Seit Anfang des Jahres ist die erfahrene Krankenpflegerin, die seit vielen Jahren in der Klinik für Kardiologie arbeitet, als erste „Pflegeexpertin für Menschen mit Herzinsuffizienz“ im Klinikum Nürnberg im Einsatz.

Als Pflegeexpertin für Menschen mit Herzinsuffizienz berät Gaby Meyer Patienten und Mitarbeiter in einem kompetenten Umgang mit der Krankheit.
 

Meyer absolvierte die einjährige berufsbegleitende Weiterbildung der Deutschen Gesellschaft für Gesundheits- und Pflegewissenschaft. Das Konzept dafür hat man sich in den angelsächsischen und skandinavischen Ländern abgeschaut. Dort hat sich der Einsatz der „Heart Failure Nurses“ längst bewährt. Studien zeigen, dass der beratende Einsatz von „Heart Failure Nurses“ mit dazu beiträgt, die Zahl der der nachfolgenden Krankenhauseinweisungen zu senken.

„Viele Herzinsuffizienzpatienten kommen immer wieder zu uns auf die Station“, berichtet Ankica Krizanovic, Pflegedienstleiterin der Klinik für Kardiologie. Schuld daran ist oft, dass die Patienten nicht konsequent genug mit ihrer Krankheit umgehen. Auch die Angehörigen wissen oft nicht, wie belastbar ihr Familienmitglied überhaupt noch ist. Doch mangelnde Therapietreue wirkt sich ebenso wie ein schädlicher Lebensstil direkt auf Lebensdauer, Lebensqualität und die Zahl der Krankenhauseinweisungen aus. „Die Herzinsuffizienzpatienten müssen mit ihrer Krankheit auch kompetent umgehen können“, meint Krizanovic.

Die Pflegedienstleiterin will daher in enger Abstimmung mit Chefarzt Prof. Matthias Pauschinger und den Klinikärzten die pflegerische Beratung der Patienten und ihrer Angehörigen ausbauen. In einem ersten Schritt bringt die „Pflegexpertin Herzinsuffizienz“ nun als Multiplikatorin die neuesten Erkenntnisse zur Herzinsuffizienz in die pflegerische Beratung der Stationen ein. Im Mittelpunkt steht dabei die ad-hoc-Beratung am Krankenbett. „Die Fragen und Sorgen der Patienten, die im Stationsalltag auftauchen, nutzen wir immer wieder für eine kurze Beratung“, berichtet Meier.

So glauben viele Patienten, dass sie nichts mehr unternehmen oder sich nicht anstrengen dürften. Auch die Bedeutung der regelmäßigen Tabletteneinnahme und der Trinkmengenregelung müsse unter Umständen mehrmals betont werden. Im Rahmen des Herz-Gefäß-Zentrums will Krizanovic die Beratungen zukünftig noch weiter ausbauen. Dafür soll nun ein zweiter Pflegeexperte ausgebildet werden.

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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