International - Pflegeaustausch mit China

Als Mitglied einer deutschen Pflegeexperten-Kommission referierte Edith Meyer (2. Reihe, 3.v.l.) auf Einladung des Gesundheitsministeriums der Volksrepublik China in Peking vor chinesischen Pflegedienstleitungen über die Stellung der Pflege im deutschen Gesundheitswesen insbesondere die Einführung nationaler Expertenstandards in der Pflege in deutschen Krankenhäusern.

Zehn Tage weilte die Pflegewissenschaftlerin, die am Centrum für Information, Kommunikation und Bildung (cekib) des Klinikums Nürnberg tätig ist, in der Hauptstadt der Volksrepublik China und traf bei einem Empfang mit Chen Zhu (2. Reihe, 3.v.r.), der chinesischen Ministerin für Gesundheit zusammen. Sie ist als einzige im Staatsrat überparteilich, gehört also nicht der Kommunistischen Partei Chinas an.

„Pflege ist in China eine hochqualifizierte Ausbildung mit Bachelor- und Masterabschluss, dennoch haben die Pflegenden in den Krankenhäusern nicht viel zu sagen“, berichtet Meyer.
 

An den Ganztagesseminaren an der Nursing School of Peking Union Medical College (PUMC), einer renommierten chinesischen Universität, nahmen 74 Pflegedienstleitungen teil. Die deutsche Delegation wurde angeführt von Dr. Christa Olbrich, emeritierte Professorin des Lehrstuhls Gesundheit und Pflege an der Katholischen Fachhochschule Mainz. Olbrich leitete bis 1995 das frühere Institut für Fort- und Weiterbildung des Klinikums Nürnberg, den Vorläufer des heutigen cekib.

Meyer erhielt in China Einblick in das chinesische Gesundheitswesen, das sich in einer großen Umbruchphase befindet. Wurden früher alle medizinischen Leistungen vom Staat oder seinen Institutionen umsonst erbracht, wird jetzt die Privatisierung vorangetrieben. Größte Herausforderung für das chinesische Gesundheitswesen sind die durch die starke Umweltverschmutzung ausgelösten Krankheiten wie Asthma, Allergien, Bronchitis oder unterschiedlichste Krebserkrankungen.

Nicht nur fachlich fand Meyer den China-Aufenthalt spannend: „Das ganze Land ist beeindruckend, die Menschen sind offen und sehr liebenswürdig.“ Sie könnte sich gut vorstellen, jederzeit noch einmal nach China zu reisen.           

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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