Geburtshilfe - Hebammengeleitete Geburt

„Zum Glück kommen rund 80 Prozent der Kinder bei einer natürlichen Geburt auf die Welt“, berichtet Dr. Wolfgang Köhler, Bereichsleiter der Klinik für Geburtshilfe im Klinikum Nürnberg Süd.

Da sich jedoch Komplikationen bei einer Geburt nie ganz sicher ausschließen lassen, rät er allen werdenden Eltern, auf die Sicherheit einer gut ausgestatteten Klinik im Hintergrund nicht zu verzichten – auch nicht bei einer von Hebammen geleiteten Geburt.

Für werdende Eltern, die bei der Geburt ihres Kindes nur von einer Hebamme begleitet werden möchten und dabei nicht auf die Sicherheit eines Perinatalzentrums Level 1 verzichten wollen, ist das neue Zusatzangebot der „Hebammengeleiteten Geburt“ gedacht. Seit April können sie in der Geburtshilfe des Klinikums wählen, ob sie sich bei der natürlichen Geburt von Hebamme und Arzt im Team oder nur von einer Hebamme begleiten lassen wollen.

Die Geburtshilfe im Klinikum Nürnberg Süd bietet jetzt auch eine Hebammengeleitete Geburt an, v.l.n.r. die Hebammen Nicole Drexel, Hannelore Köhler, Leitende Hebamme des Kreißsaals, und Susanne Mottl
 

Schwangere Frauen und ihre Partner können sich ab der 35.Schwangerschaftswoche in der Schwangerenambulanz der Klinik von einem Arzt und einer Hebamme gemeinsam über alle Aspekte rund um die Geburt beraten lassen. Bei diesem Gespräch wird sorgfältig geprüft, ob es in der gesundheitlichen Vorgeschichte und im Schwangerschaftsverlauf Risiken für Mutter und Kind gibt, die einer hebammengeleiteten Geburt entgegenstünden. Dafür haben Ärzte und Hebammen des Kreißsaals gemeinsam einen Kriterienkatalog entwickelt.

Letztendlich fällt die Entscheidung jedoch erst bei der Aufnahme zur Geburt. „Erst da können wir sicher sagen, ob eine risikofreie Geburt wahrscheinlich ist“, sagt Hannelore Köhler, Leitende Hebamme des Kreißsaals. Die Entscheidung zur hebammengeleiteten Geburt fällen Arzt, Hebamme und die werdenden Eltern bei der Aufnahme gemeinsam. Das Setting kann danach jederzeit geändert werden, sowohl bei Komplikationen wie auch auf Wunsch der Eltern. So kann z.B. ein Arzt hinzugezogen werden, weil die Mutter sich bei der Geburt dann doch eine Schmerztherapie wünscht. „Den Frauen stehen alle Optionen unserer Klinik offen“, betont Prof. Cosima Brucker, Chefärztin der Frauenheilkunde im Klinikum Nürnberg.  

Anmeldung zur Schwangerenberatung: Tel. (0911) 398 -2235, Kreißsaalführung jeden Mittwoch um 18 Uhr, Treffpunkt vor dem Kreißsaal (keine Anmeldung erforderlich).

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Klinik für Frauenheilkunde.

 

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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