Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2011 >> Ausgabe 2 >> Theaterinszenierung - Intensivstation auf der Bühne

Theaterinszenierung - Intensivstation auf der Bühne

Auf der Bühnen drei Kippbetten, auf der die Patienten liegen, im Hintergrund das röchelnde Keuchen der Beatmungsmaschine. „Somnia – Auf der Intensivstation“ heißt das neue Stück der Theatergruppe „Theater Operation“, die Dr. med. Tugsal Mogul mit seiner Theatergruppe halb in Münster, halb in Berlin betreibt.

Mogul, selbst praktizierender Facharzt für Anästhesiologie und im künstlerischen Nebenberuf ausgebildeter Schauspieler und Regisseur, hat das Stück geschrieben und inszeniert. Er holt den Klinikalltag ins Theater und die Intensivstation auf die Bühne. Das Gostner Hoftheater Nürnberg hat das Klinikdrama produziert und zeigt es in vier Vorstellungen vom 6. bis 9. April im Hubertussaal.

„Somnia“ ist der Blick eines Insiders hinter die Kulissen des Klinikalltags, denn Regisseur Mogul ist auch Notarzt auf der Intensivstation eines Krankenhauses.
 

Mit dem Titel „Somnia“ spielt er auf den somnambulen Dämmerzustand zwischen Leben und Tod von Koma-Patienten an, die auf der Intensivstation liegen.

Die Beatmungsmaschine schlägt dabei den Takt einer irritierend-nervigen, aber eindringlichen Inszenierung, die unter die Haut geht.Und zeigen will, dass der Mensch mehr ist, als das auf seinen Organismus reduzierte Objekt, als das er auf der Intensivstation liegt und von der Apparatemedizin maschinell behandelt wird.

Den Vorwurf, ein Nestbeschmutzer zu sein, hat man Mogul schon bei seinem ersten Theaterstück, „Halbstarke Halbgötter“, gemacht. Das Stück führte Stress und Hektik im Operationssaal der Notfallchirurgie drastisch vor Augen und wurde im vorigen Jahr ebenfalls im Gostner Hoftheater aufgeführt.

Mit „Somnia“ greift Mogul aber nicht nur auf seine eigenen Klinikerfahrungen zurück. Für die Inszenierung hospitierten die vier Schauspieler eigens auf einer Intensivstation. Das Stück bezieht auch Gespräche mit traumatisierten Patienten und mit Ärzten ein. Und es zeigt, dass es selbst im „Kliniktheater“ der Intensivstation komische Situationen gibt, die vielleicht nicht lustig sind, aber so grotesk sein können, dass sie die Absurdität des Lebens und des Todes vor Augen führen, auch dem Zuschauer im Theater.         

 

Gostner Hoftheater: Mi., 6. April, bis Sa., 9. April, jeweils 20 Uhr, im Hubertussaal, Dianastr. 28. Karten unter Tel. (0911) 261510; www.gostner.de.

Autorin/Autor: Friedrich J. Bröder

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie
Abstandhalter
AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren