Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Aktuelles >> KlinikumZeitung >> Jahrgang 2011 >> Ausgabe 2 >> Neuer Pathologie-Chefarzt - Der Lotse im Hintergrund

Neuer Pathologie-Chefarzt - Der Lotse im Hintergrund

Der Grieche Prof. Dr. Thomas Papadopoulos (52, im Bild) ist neuer Chefarzt der Pathologie im Klinikum Nürnberg. Mit rund 60.000 Gewebeprobenuntersuchungen im Jahr gehört die Pathologie des Klinikums zu den größten in Deutschland.

Die Ergebnisse der pathologischen Untersuchungen sind ausschlaggebend für die jeweilige Therapie. „Wir sind daher die Lotsen im Hintergrund für den behandelnden Arzt“, beschreibt Papadopoulos die Rolle des Pathologen.

Pathologie ist griechisch und bedeutet die Lehre von den Krankheiten. Schon während des Medizinstudiums in Athen wollte Papadopoulos Pathologe werden, weil die Pathologie eine Grundlagendisziplin ist.
 

„Es ist das letzte generalistische Fach in der Medizin“, betont Papadopoulos. In der Pathologie gehe es nicht nur um die Identifizierung von bösartigen Tumoren, sondern auch um Entzündungen oder um degenerative Entwicklungen wie Knorpel- oder Bandscheibenschäden – und „das alles vom Scheitel bis zur Sohle“.

Das Mikroskop ist das wichtigste Hilfsmittel des Pathologen. Bei Punktionen oder Operationen entnommene Gewebeproben werden entsprechend aufbereitet und dann begutachtet. „Das Auge des Menschen ist durch nichts zu ersetzen“, erläutert der neue Chefarzt. Der Befund des Pathologen ist die Grundlage für die Behandlung. Stellt er beispielsweise bei Tumoroperation im Gewebe noch Tumorzellen fest, dann muss nachoperiert werden. Aus der Identifizierung des Tumortyps ergibt sich die  spezifische Behandlung.

Bei der neuen Antikörpertherapie in der Onkologie besteht die Leitfunktion des Pathologen darin, genetische Veränderungen zu identifizieren. Sie sind für das Ansprechen des Tumors auf Antikörper ausschlaggebend. Diese so genannte molekulare Pathologie wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

„Erfahrung ist das A und O des Pathologen“, weiß Papadopoulos. Nur an größeren Krankenhäusern lerne man, auch seltene Krankheiten zu identifizieren. So war er als Pathologe in den Universitätskliniken Würzburg und Erlangen und zuletzt als Chef der Pathologie der neun kommunalen Vivantes-Krankenhäuser in Berlin tätig.

Der in Athen geborene Grieche ist mit einer Fränkin verheiratet und hat drei Kinder. Aus Liebe zu Franken verließ der begeisterte Fahrradfahrer und Chorsänger nun Berlin in Richtung Nürnberg. Im Klinikum Nürnberg will er als Schwerpunkt die Magen-Darm-Pathologie, die gynäkologische Pathologie und die Neuropathologie ausbauen.

Weitere Informationen auf der Internetseite der Pathologie.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie
Abstandhalter
AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren