Leberzirrhose - Zielgenaue Punktion

Für die Entwicklung einer dreidimensionalen Führungshilfe zur zielgenauen Punktion der Pfortader in der Leber erhielt Dr. Ralf Adamus, Oberarzt in der Radiologie im Klinikum Nord, den diesjährigen Birknerpreis.

Mit seiner Entwicklung optimierte der 50-Jährige die Behandlung einer gefährlichen Folgeerscheinung der Leberzirrhose.

Haben sich in der Leber beispielsweise durch einen übermäßigen Alkoholkonsum oder eine Hepatitis knotenartige Veränderungen aus Bindegewebe gebildet, stört das massiv den Blutfluss. Es kommt zu einem Rückstau, und es bilden sich Umleitungsvenen. Reißen diese, sind lebensbedrohliche Blutungen die Folge. Eine Art Bypass zwischen der Pfortader und einer Lebervene sorgt für Entlastung.

Dazu muss die Pfortader aber an der richtigen Stelle punktiert werden. Dies geschieht unter Röntgenkontrolle. „Da das Punktionsziel im Röntgenbild nicht darstellbar ist, geschah dies bislang quasi im Blindflug“, erläutert Adamus. Oft dauerte der Eingriff daher sehr lang, was eine höhere Strahlenbelastung bedeutete.

 

Zusammen mit Dr. Marcus Pfister vom Healthcare Sector der Siemens AG entwickelte Adamus durch Kombination zweier bildgebender Verfahren eine dreidimensionale Planungs- und Führungshilfe für den schwierigen Punktionsvorgang. Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand. „Die 3D-Planung ist für jeden Patienten individuell angelegt, sie ist einfach und schnell durchzuführen und kommt ohne zusätzliche Röntgen- oder Kontrastmittelbelastung aus“, betont der Radiologe.          

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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