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Heil- und Wildkräuter - Das "pflanzliche Aspirin"

Der Mädesüß (Filipendula ulmaria) aus der Familie der Rosengewächse wird gerne auch Spierstaude, Federbusch oder Wiesengeißbart genannt. Die Franzosen nennen die Pflanze „Reine de Prés“, also Wiesenkönigin, weil sie an Schönheit und Größe andere Wiesengewächse übertrifft.

Der Name Mädesüß bezieht sich nicht auf ein „süßes Mädchen“, sondern auf das Wort Met. Met ist eines der ältesten alkoholischen Getränke, das durch die Vergärung von Honig entsteht. Die Haltbarkeit und der liebliche Geschmack von Honigwein wurden besonders in den nordischen Ländern durch den Zusatz der Mädesüß-Blüten verbessert.

Das Heilkraut ist in Nasswiesen und an Bachrändern zu Hause. Es enthält Salicylate und deren Verbindungen – Wirkstoffe, die chemisch leicht abgewandelt, den Erfolg des heute weltweit meist verkauften Arzneimittels Aspirin begründen. Als Tee wird es heute als schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten und als mildes Fieber- und Schmerzmittel z.B. bei Kopfschmerzen und Migräne empfohlen. Die Inhaltsstoffe sollen auch die übermäßige Produktion von Magensäure eindämmen und so Sodbrennen entgegenwirken.

In der Küche verleihen einige Mädesüßblüten – in Plätzchen eingebacken oder in Milch ausgezogen – den Köstlichkeiten einen einmaligen Geschmack nach Mandeln, Vanille und Honig.

 

Nähere Information bei Brigitte Addington (zertifizierte Wildkräuterexpertin und Fachkrankenschwester) und beim „Zentrum für Kräuterkundige weltweit“, www.sonnetra.de, Tel. (09131) 9317296

Mädesüß

Autorin/Autor: Brigitte Addington

 
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