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Pulmonale Hypertonie - Komplette Behandlung für eine seltene Krankheit

Pulmonalarterielle Hypertonie (PAH) – mit 2.000 Erkrankten in Deutschland ist die Krankheit äußerst selten. Doch vor allem bei jungen Menschen gibt es mitunter sehr schwere Verläufe. Die Patienten sind in ihrer Belastbarkeit oft stark eingeschränkt und noch vor wenigen Jahren starben diese Patienten oft schon wenige Jahre nach der Diagnose an Herzversagen.

„Glücklicherweise gibt es seit wenigen Jahren Medikamente, die die Krankheit zwar nicht heilen, aber zumindest bremsen oder teilweise rückgängig machen können“, berichtet Prof. Joachim Ficker, Chefarzt der Klinik für Pneumologie.

Im Pulmonalen Hypertonie-Zentrum der Klinik für Pneumologie finden die Patienten die gesamte Diagnostik und Therapie unter einem Dach. Dies wird möglich durch die enge Kooperation mit der Klinik für Kardiologie unter der Leitung von Prof. Matthias Pauschinger.
Dr. Klaus Kirchpfening
 

Um die Erkrankung und ihren Schweregrad zu diagnostizieren und zu klassifizieren ist neben einer umfangreichen pneumologischen Diagnostik meist eine Rechtsherzkatheter-Untersuchung erforderlich. Dafür steht im Stützpunkt der Kardiologie im Klinikum Nord ein moderner Herzkatheter-Messplatz zur Verfügung, auch ein kardiologischer Oberarzt ist täglich vor Ort. Während der Rechtsherzkatheter-Untersuchung wird oftmals ein spezielles Medikament inhaliert, um zu prüfen, wie weit die verengten Lungenarterien sich unter der Wirkung des Medikamentes erweitern können.

Die Therapie muss ärztlich überwacht werden, doch die Erfahrungen mit den Medikamenten sind bisher überwiegend positiv. In vielen Fällen kann das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten oder verzögert werden „Bei einzelnen Patienten konnten wir sogar beobachten, dass sich die Verengung der Arterien zurückgebildet hat“, betont Ficker. Für die Patienten bedeutet dies vor allem Teilhabe am Leben, so können sie z.B. dank der Medikamente oft wieder ihrem Beruf nachgehen.

Da die Mehrheit der Patienten ein Leben lang behandelt werden muss, übernimmt das Zentrum auf Wunsch auch die weitere Behandlung sowie die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Dafür wurde nun im Ambulanten BehandlungsCentrum im Klinikum Nord eigens eine Sprechstunde eingerichtet, die von Dr. Klaus Kirchpfening geleitet wird. 

 

Anmeldung zur Sprechstunde unter (0911) 398- 7389. Weitere Informationen im Internet unter www.ph-zentrum.de.

 

Pulmonale Hypertonie:

Bei der Pulmonalen Hypertonie kommt es zum Bluthochdruck im Lungenkreislauf, also in dem Kreislauf, der das Blut vom Herzen in die Lunge und wieder zurück zum Herzen führt. Die Arterien der Lunge sind verengt, es treten Krämpfe auf. Der Patient leidet unter Luftnot bis hin zum Kollaps und ist – je nach Schwere der Erkrankung – körperlich nicht belastbar. „Auf Dauer wird das Herz schwer geschädigt,“ sagt Dr. Klaus Kirchpfening, der die Sprechstunde im Klinikum Nord leitet.

Autorin/Autor: Doris Strahler

 
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