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Ambulante Kinderchirurgie - Kinderwunden heilen am besten zuhause

Früher mussten Kinder etwa nach der Operation eines Leistenbruchs vier bis sechs Tage im Krankenhaus bleiben, heute können sie in der Regel am gleichen Tag wieder nach Hause gehen.

„Kinder, vor allem kleinere, sollten möglichst kurz im Krankenhaus bleiben“, meint Dr. Karl Bodenschatz, Chefarzt der Kinderchirurgie im Klinikum Nürnberg Süd, und tut alles dafür. So nahm in den letzten Jahren die Zahl der ambulanten Operationen in der Kinderchirurgie des Klinikums auf mittlerweile etwa 280 Eingriffe im Jahr zu.

„Durch minimal-invasive Operationstechniken und schonendere Narkoseverfahren ist es möglich, dass die Kinder nach Operationen, die noch vor einigen Jahren mit einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt verbunden waren, schon nach einigen Stunden wieder mit den Eltern heim dürfen“, erklärt der Kinderchirurg.

Vorteil: Kinderchirurgie-Chefarzt Dr. Karl Bodenschatz legt großen Wert auf ambulante oder kurzstationäre Behandlung, um die Belastungen für Kinder und Eltern zu minimieren.
 

Dies betrifft Krankheitsbilder, in denen der Eingriff nicht lange dauert und die Heilung relativ komplikationslos verläuft. Leisten- und Nabelbruch, Vorhautverengung und Hodenhochstand gehören in diese Kategorie. Auch die Einrichtung kleinerer Brüche, Metallentfernungen von vorangegangenen Frakturen oder die Korrektur abstehender Ohren kann so erfolgen. „70 Prozent der Fälle klassischer Kinderchirurgie können wir heute ambulant operieren“, meint Bodenschatz.

Der Vorteil ambulanten Operierens liegt für ihn auf der Hand: „Das Kind bleibt – bis auf den Eingriff – in der häuslichen Umgebung. Da Kinder in der Regel Krankenhäuser als beängstigend empfinden, wird der Stress für sie deutlich gemindert. Auch für die Eltern ist es beruhigend, wenn sie ihr Kind gleich wieder mitnehmen dürfen.“ Nicht nur der Heilungsverlauf ist durch die geringere psychische Belastung günstiger, die kürzere Verweildauer in der Klinik mindert zudem das Risiko, eine Infektion zu bekommen.

Das Beruhigende für die Eltern, einen an sich harmlosen ambulanten chirurgischen Eingriff in einer großen Klinik durchführen zu lassen, besteht laut Bodenschatz darin, „dass sie ihr Kind ‚im sicheren Hafen‘ wissen, falls eine Komplikation eintreten sollte“. Treten während oder nach der OP unvorhergesehene Probleme auf, besteht jederzeit die Möglichkeit, dass das Kind für eine Nacht, wenn notwendig auch länger, stationär aufgenommen wird.

Der Chefarzt legt in der Kinderchirurgie großen Wert auf ambulante oder kurzstationäre Behandlung: „Beim kurzstationären Konzept bleibt das Kind beispielsweise nach Entfernung des Blinddarms zwei bis drei Tage, früher war das eine Woche.“

Insgesamt sank die durchschnittliche Verweildauer für Kinder im Klinikum Nürnberg von acht auf drei Tage. Möglich wird dies auch durch die minimal-invasive Chirurgie mittels einer Kameratechnik, die bevorzugt bei Eingriffen in Brust- oder Bauchraum verwendet wird. „Die Belastung für Kinder und Eltern kann dadurch auf ein Minimum reduziert werden“, so Bodenschatz.

Die Überweisung in die ambulante Kinderchirurgie erfolgt durch den Haus- oder Facharzt. Der Eingriff kann als ambulante Leistung mit der Krankenkasse abgerechnet werden.

 

Nähere Informationen bei der Kinderchirurgie im Klinikum Nürnberg Süd unter Tel. (0911) 398-5455.

Mehr zu diesem Thema auf der Internetseite der Klinik für Kinderchirurgie.

Autorin/Autor: Justina Mehringer

 
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