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Neuer Fernlehrgang - Berater/in für Ernährungsmanagement

Essen ist ein fundamentales Bedürfnis – für kranke Menschen ganz besonders. Vor allem ältere, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen haben damit Probleme: Sie leiden häufig an Mangelernährung. „Dadurch ist ihre Lebensqualität eingeschränkt und ihr Allgemeinzustand verschlechtert sich“, weist Edith Meyer auf die Problematik hin.

Sie ist für die Konzeption und Durchführung des neuen Fernlehrgangs „Berater/in für Ernährungsmanagement im Gesundheitswesen“ im Centrum Kommunikation, Information, Bildung (cekib) des Klinikums Nürnberg verantwortlich.

Anstoß für die Bildungsmaßnahme war der 2010 veröffentlichte Expertenstandard „Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ des Deutschen Netzwerks für Qualitätssicherung in der Pflege (DNQP). Demnach sind ältere Menschen, die etwa dement sind oder Schluckstörungen haben, häufig mangelernährt. Weil das Problem oft nicht erkannt wird, sind die gesundheitsökonomischen Auswirkungen in Deutschland immens – von den individuellen Folgen für die Betroffenen ganz zu schweigen.

Der neue Fernlehrgang orientiert sich am Expertenstandard, ist aber etwas breiter konzipiert: „Wir wollten weitere Ernährungsprobleme aufnehmen, damit Pflegende und andere Beschäftigte im Gesundheitswesen Kompetenzen über Faktoren der Mangelernährung hinaus erwerben. Sie sollen generell Grundsätze der gesunden Ernährung, der Ernährung bei bestimmten Erkrankungen sowie Probleme bei der Nahrungsaufnahme und bei der Sondenernährung kennenlernen“, so Meyer.

Ernährungsmanagement im Gesundheitswesen ist eine multiprofessionelle Aufgabe, an der Mediziner, Ernährungsexperten, Therapeuten und die Küche beteiligt sind. Den Pflegenden kommt aber durch „ihre besondere Nähe zum Patienten“ eine Schlüsselrolle zu. Besonderes Augenmerk verdienen ältere Menschen, die von zuhause oder vom Pflegeheim ins Krankenhaus kommen. „Wenn diese bei einem Aufenthalt von drei oder vier Tagen nicht essen, ist das oft der Beginn einer Ernährungsstörung“, mahnt Meyer.

Deshalb sollen Pflegekräfte eine hohe Sensibilität entwickeln, die Risikofaktoren für Mangelernährung wahrzunehmen und entsprechend früh darauf zu reagieren. Angehende Berater/innen für Ernährungsmanagement erfahren, wie man Menschen ganz praktisch helfen kann, beispielsweise trotz Schluckstörungen Nahrung aufzunehmen. Sie lernen aber auch, enterale und parenterale Ernährung zu überwachen, individuelle Essprobleme oder falsches Ernährungsverhalten der Patienten zu erkennen und sie entsprechend zu beraten. Eine zentrale Aufgabe besteht auch darin, andere an der Ernährung beteiligte Stellen zu informieren und zu koordinieren.

Der Fernlehrgang ist für die Dauer von zwölf Wochen konzipiert und basiert auf zwölf Lehrbriefen, die in einer Studienphase berufsbegleitend von zu Hause aus bearbeitet werden. Nach Abschluss des Fernlehrgangs finden zwei Präsenztage in den Räumen des cekib in Nürnberg statt.

 

Der Fernlehrgang beginnt am 8.August 2011. Anmeldung bis Ende Juli unter Tel. (0911) 398-2079.

Näheres zum cekib unter www.cekib.de

 

Autorin/Autor: Justina Mehringer

 
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