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Ambulantes BehandlungsCentrum - Fußchirurgie und chronische Problemwunden

Unser ganzes Gewicht lastet auf ihnen, sie zeigen den ganzen Tag vollen Einsatz und machen uns mobil. Im Lauf eines durchschnittlichen Menschenlebens tragen die Füße uns ca. 180.000 Kilometer weit. Je 26 Knochen, 33 Gelenke, 20 Muskeln sowie 107 Sehnen und Bänder machen’s möglich.

Doch was tun, wenn die Füße schmerzen, Fehlstellungen und Deformitäten des Fußgewölbes vorliegen oder sich wie z.B. bei Diabetikern Wunden gebildet haben und partout nicht mehr abheilen?

„Die meisten Menschen gehen gar nicht pfleglich mit ihren Füßen um“, weiß Dr. Stephan Schrinner aus Erfahrung. Zu ihm ins Ambulante Behandlungs-Centrum (ABC) im Klinikum Nord kommen Menschen mit unklaren Beschwerden und chronischen Wunden an den Füßen. Schrinner ist als langjähriger Oberarzt in der Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie im Klinikum Nürnberg ein erfahrener Unfall- und Fußchirurg sowie zertifizierter Wundexperte.
Leistungsstark: Füße sind wahre Weltmeister, deshalb rät Dr. Stephan Schrinner von der Schwerpunktpraxis Fußchirurgie im ABC im Klinikum Nord mit ihnen pfleglicher umzugehen.
 

„Betroffene mit chronischen Wunden und unklaren Beschwerden im Bereich der unteren Extremitäten haben oft viel zu lange Leidenswege hinter sich“, betont er. „Daher ist es unser Bestreben, Patienten mit dieser Problematik die beste ambulante Versorgung zukommen zu lassen.“

Ob Hammerzehen oder Hallux valgus, Zehennagelprobleme, Fersensporn, Beschwerden an der Achillessehne, diabetisches Fußsyndrom oder die so genannte Charcot-Fußerkrankung, Entzündungen, chronische Wunden oder Durchblutungsstörungen, die Praxis mit den Schwerpunkten Chirurgie, Fußchirurgie und chronische Problemwunden bietet das gesamte Spektrum von Diagnose und Behandlung an.

„Am Anfang steht immer eine gründliche Inspektion der Füße sowie die Erhebung von Nebenerkrankungen und bisherigen Therapien“, erläutert der Oberarzt. Es folgt die Abklärung von Durchblutungsstörungen mit Hilfe von Ultraschall, Röntgen oder Angiografie und anschließend eine neurologische Untersuchung.

Je nach Diagnose bietet der Fußspezialist entweder eine konservative Behandlung an, die im ABC im Klinikum Nord durchgeführt werden kann, oder eine ambulante Behandlung im Zentrum für operative Kurzeingriffe im Klinikum Süd. In schweren Fällen ist eine stationäre operative Behandlung nötig, die Schrinner in der Unfall und Orthopädische Chirurgie im Klinikum Süd selbst vornimmt.

Ein besonderes Anliegen sind Schrinner die Fußerkrankungen bei Diabetes. Schon kleinste Druckstellen unter der Fußsohle, etwa hervorgerufen durch einen kleinen Stein, können für Diabetiker gefährliche Folgen haben. „Nervenstörungen verhindern, dass Wunden und Verletzungen bemerkt werden, die Wundheilung wird durch Durchblutungsstörungen erschwert“, erläutert Schrinner. Mehr als 30.000 Amputationen von Zehen, Fuß, Unterschenkel oder des ganzen Beins als Folge des diabetischen Fuß-Syndroms werden jährlich in Deutschland vorgenommen.

„Das muss nicht sein“, meint der Fußexperte. Um keine Verletzung zu übersehen, rät er jedem Diabetiker, täglich die Füße auf Veränderungen zu kontrollieren und sich mindestens einmal jährlich einer gründlichen ärztlichen Inspektion der Füße zu unterziehen.

Weiteres zum Thema auf der Internetseite des ABC.

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
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