Nuklearmedizin und Radiologie - Modernster PET-CT Bayerns
Der modernste Positronenemissions-Tomograf (PET-CT) Bayerns ging im Klinikum Nord in Betrieb. Mit dem innovativen Gerät können dank seiner exzellenten Bildqualität selbst sehr kleine Metastasen mit bis zu zwei Millimetern Durchmesser entdeckt werden, je nach Lage und Gewebeart. Bisher blieben so kleine Krebszellen den Blicken der Ärzte verborgen.
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„Wir können nun sehr viel sicherer als bisher feststellen, ob ein Tumor bereits gestreut hat, und wo genau die Metastasen liegen“, erklärt Dr. Irene Greil, leitende Oberärztin des Instituts für Nuklearmedizin, den Vorteil. Mit diesen Informationen liefert der 4-Ring-PET-CT von Siemens entscheidende Hinweise für die Krebstherapie. Ist z.B. die chirurgische Entfernung der Lymphknoten – ein für den Patienten sehr belastender Eingriff – sinnvoll oder ist eine Chemotherapie die angemessene Behandlung? Fragen wie diese nach der Wirksamkeit einzelner therapeutischer Maßnahmen können dank des PET-CT nun noch präziser beantwortet werden. Die Tumortherapie kann also – egal ob Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung – Schritt für Schritt exakt geplant und in ihrem Verlauf kontrolliert werden. So kann sehr viel früher beurteilt werden, ob eine Chemotherapie anspricht, oder ob nicht ein anderes Medikament mehr Erfolg bringt. |
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Beim PET-CT, einem so genannten Hybridgerät, werden zwei bildgebende Verfahren kombiniert, die Positronenemissions-Tomografie (PET) und die Computertomografie (CT). Dank der höheren Stoffwechselaktivität von Tumorzellen können diese mittels PET sichtbar gemacht werden, die CT liefert die Anatomie dazu, d.h. damit lässt sich die Tumorzelle im Körper genau lokalisieren.
„Zum Einsatz kommt der PET-CT vor allem, wenn bei schweren Verläufen oder Rezidiven weitreichende therapeutische Entscheidungen anstehen“, erläutert Prof. Dr. Reinhard Loose. Der Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Klinikum Nord rechnet damit, dass etwa zehn Prozent der jährlich etwa 6.000 Krebspatienten des Klinikums davon profitieren. „Aus der Krebstherapie der Zukunft ist“, so Loose, „der PET-CT nicht mehr wegzudenken, dies zeigen internationale Studien.“
Neben der präzisen Diagnostik profitieren die Patienten von der geringeren Strahlenbelastung, einer kürzeren Untersuchungszeit und mehr Komfort. „Das Sichtfeld des neuen Gerätes ist größer“, so die Physikerin Dr. Eva Giesse vom Institut für Medizinische Physik. Damit beschleunige sich die gesamte Untersuchung. Zudem ist die „Röhre“ geräumiger und mit nur einem Meter Länge kürzer als die bisherigen Modelle. Platzangst muss hier kein Patient mehr haben.
PET verlangt nach Ruhe
Vor der Positronenemissions-Tomografie wird dem Patienten eine leicht radioaktive Substanz gespritzt, mit deren Hilfe die erhöhte Stoffwechselaktivität von Krebszellen sichtbar gemacht wird. Damit dies funktioniert, muss die gesamte körperliche Aktivität des Patienten herunter gefahren werden. Er soll in einem abgedunkeltem Raum still und warm liegen und nicht allzu viel denken. „Übermäßiges Denken und selbst Frieren aktiviert den Stoffwechsel“, berichtet Dr. Irene Greil, leitende Oberärztin des Instituts für Nuklearmedizin. Jede dieser Aktivitäten trüge eventuell dazu bei, die Stoffwechselaktivität der kleinen Krebszellen – und damit die Krebszelle selbst – in der Auswertung unsichtbar zu machen. Deshalb wird zusätzlich sogar ein Mittel zur Dämpfung der Darmaktivität gegeben. Erst nach einer Stunde ist das Mittel im Körper verteilt – dann kann die Untersuchung beginnen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Klinik und des Instituts für Nuklearmedizin
Autorin/Autor: Doris Strahler
