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Geburtshilfe - Stillen schafft Beziehung

„Fast alle Mütter möchten ihr Kind unbedingt stillen“, beobachtet Katharina Derian, Krankenpflegerin und Laktationsberaterin in der Wöchnerinnenstation der Geburtshilfe im Klinikum Nürnberg Süd.

Die Mütter wollen das Beste für ihr Kind, und da gehört das Stillen einfach dazu. Muttermilch enthält alles, was das Neugeborene in den ersten Tagen und Monaten zum Leben und Gedeihen braucht. Darüber hinaus entwickelt sich beim Stillen ein intensiver körperlicher und emotionaler Kontakt zwischen Mutter und Kind. Das spürt jede Mutter ganz von selbst. Und auch in wissenschaftlichen Untersuchungen wurde dieser positive Effekt schon nachgewiesen.

Meistens klappt es mit dem Stillen nach der Geburt wie von selbst. Das Kind sucht die Brustwarze und beginnt gierig zu saugen. Durch das Saugen wird zudem die Milchbildung in der Brust angeregt. Läuft das Stillen in den ersten drei Tagen problemlos, dann bleibt das meist auch so, dies zeigt die Erfahrung.

Meist klappt das Stillen wie von selbst
 

Doch nicht immer geht es wie von selbst, z.B. bei Kaiserschnittgeburten. Die Mütter stehen in den ersten Stunden nach der Geburt noch unter dem Einfluss der Narkose- und Schmerzmittel und sind noch gar nicht richtig wach. Auch der Nachwuchs ist von den Medikamenten beeinflusst und will am liebsten schlafen. Manche Babys nehmen die Brustwarze nicht vollständig in den Mund. Sie saugen zwar, bekommen aber nicht genug Milch. Satt werden sie so nicht. „Wir zeigen den Frauen dann, wie sie das Kind in verschiedenen Positionen anlegen können und wie es die Brustwarze in den Mund nehmen muss“, erklärt Derian.

Und auch wenn es mit dem Stillen in den ersten Stunden oder Tagen nicht umstandslos klappt, sollten die Frauen die Hoffnung keinesfalls aufgeben. Das Stillen in den ersten Tagen ist ein Lernprozess für Mutter und Kind. Die Laktationsberaterinnen der Geburtshilfe wie auch die betreuenden Hebammen in der Nachsorge kennen unzählige Tipps und Tricks, wie es doch noch funktionieren kann.

„Natürlich ist es schön, wenn eine Mutter ihr Kind stillen kann“, so Kempe. Aber auch wenn es nicht geht, tut das der Mutterliebe keinen Abbruch. Das Baby wird mit der abgepumpten Muttermilch gut ernährt. Und ein intensiver Körperkontakt schafft ohne das Stillen eine enge Beziehung.

Die Laktationsberaterinnen und Hebammen der Geburtshilfe beraten Frauen, die im Klinikum Süd entbunden haben, zu allen Fragen rund ums Stillen. Dafür wurde in den letzten Monaten ein Stillkonzept entsprechend den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation erarbeitet. Auch zum Umgang mit dem frischgeborenen Nachwuchs geben sie Tipps, die von der Hautpflege über die richtige Lagerung des Säuglings beim Schlafen bis zum kindgerechten Drehen und Bewegen z.B. beim Wickeln reichen.              

 

Anmeldung: Schwangerenberatung Tel. (0911) 398-2235,Geburtsvorbereitung Tel. 405040 (Mittwoch 14-17 Uhr), Kreißsaalführung jeden Mittwoch um 18:30 Uhr (keine Anmeldung erforderlich), Treffpunkt vor dem Kreißsaal, C.EG, Klinikum Süd

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Klinik für Frauenheilkunde

Autorin/Autor: Bernd Siegler

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen

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